Nachdem wir heute Morgen die WaMa bestückt hatten sind wir erstmal frühstücken gegangen. Ganz argentinisch. Dazu gehört ein Kaffee (in unserem Fall Cappuccino Italiano) und Medialunas (wir hatten 5 davon). Medialunas sind kleine Croissant-Halbmonde. Die heute waren besonders gut, da sie so schön klietschig waren, und auch der Kaffee war eine Freude. Auch in BsAs war heute Karfreitag. Allerdings merkt man das kaum. Es war ein fast ganz normaler Tag.

Es läuft nur alles ein wenig ruhiger ab als sonst. Besonders merkt man das am Verkehr und an einigen geschlossenen Geschäften. Unser Supermarkt gleich hier um die Ecke hatte ganz normal geöffnet. Letztes Jahr zu Ostern in Madrid ging bereits ab Gründonnerstag nichts mehr. Die Stadt war wie ausgestorben und nur ein paar Touristen irrten durch die fast leere City, auf der Suche nach einem geöffnetem Restaurant oder ähnlichem. Hier ist das zum Glück nicht so. Wir waren ab Nachmittag ein wenig in der Gegend rund um die Av. Santa Fe und Cordoba unterwegs, und da hatten viele Geschäfte ganz normal offen. Von Ostern ist hier nicht so viel zu spüren. Eigentlich wollten wir heute in Palermo eine Grafitti-Ausstellung in einer Garage besuchen und danach das Quartier weiter erkunden. Palermo ist übrigens das größte Barrio der insgesamt 48 Stadtteile von BsAs. Bis wir das alles erkundet haben, wird wohl noch ein wenig Wasser den Puerto de la Plata herunterfließen.
Ein Unwetter zieht auf
Für heute hatte das Wetter allerdings andere Pläne für uns. Nachdem wir es uns in einem Restaurant in der Av. Las Heras gemütlich gemacht hatten, zog unbemerkt ein Unwetter auf. Wir haben das zuerst nur im Fernseher des Restaurants gesehen und uns nicht viel dabei gedacht. Das Fernsehprogramm wurde extra dafür unterbrochen. Doch bereits nach kurzer Zeit sahen wir auch schon die pechschwarzen Wolken über uns hereinbrechen. Das ging sehr schnell. Plötzlich kam starker, böiger Wind auf und nur wenig später goss es aus allen Kübeln. Zum Glück waren wir drinnen. Die Temperatur fiel schlagartig von 30 Grad auf 25 Grad und innerhalb einer Stunde sank sie weiter auf 19 Grad. Man konnte das Geschehen live im Fernsehen verfolgen. Der einfache Blick durch die Fensterscheibe des Cafés war allerdings realer (siehe unten). Der März ist der feuchteste Monat im Jahr, heißt es. Für den heutigen Tag können wir das bestätigen. Bis jetzt hat es noch nicht aufgehört zu regnen. Morgen wird die Sache wieder anders aussehen. Der Sommer bleibt uns also erhalten.


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