Smile for me Argentina

Soho am Wochenende

März 22, 2008 · 1 Kommentar

Heute sind wir mal extra nicht so spät nach Hause gekommen, um uns noch mal kurz auf’s Ohr zu legen bevor wir noch mal raus gehen. Nach einer kleinen Odysee mit dem Colectivo 39 (Wir wissen nun wo die Endstation ist. :-) ) sind wir ziemlich geschafft zu Hause angekommen. Momentan hämmern straffe Beats eine Etage unter uns wie aus einem Club. Ich schließe daraus, dass wir entweder über einer DJ-Schule wohnen, denn es ist grad erst 21 Uhr, oder da unten ist tatsächlich ein Club versteckt. Nein, ich denke, da findet eher ein Konzert oder eine Feier statt, da die Stile zu krass wechseln. Das könnte man in einem Club so nicht bringen. Das mit dem kurz ausruhen fällt damit allerdings flach, denn bei der Lautstärke kann man nicht schlafen.

Wir sind heute zwar viel rumgekommen aber in bereits bekanntem Terrain. Mal wieder Palermo, Ortsteil Soho, weil wir dort einen Flohmarkt besuchen wollten. Heute hat er sich wieder in einem ganz anderen Licht gezeigt. Am Wochenende ist da ja echt die Hölle los. Entlang der Av. Honduras um die Plazoleta Cortazar war Kunsthandwerksmarkt (wie jeden Samstag, Sonntag und Feiertags) für allerlei Dinge. Es gibt unzählige Marktstände und entlang der Nebenstraßen bieten Leute Ihre Bastelwaren auf ausgebreiteten Tüchern auf den Gehsteigen an. Meist Hippie- und Ethnoware, die man nicht wirklich gebrauchen kann. Dazu sitzen zur gleichen Zeit unglaublich viele Menschen in den vielen umliegenden Cafés und Restaurants, während sich der Rest durch die Straßen schiebt. Es ist ganz nett, mal da durch zu schlendern, aber wirklich der Hammer ist es nicht. Ich hatte wahrscheinlich was anderes erwartet und wurde enttäuscht. Von der Szenerie erinnert es sogar ein bisschen an einen ganz “normalen”, spießigen Sonntag in Berlin-Prenzlauer Berg. Überall Kaffee-Tanten, Modeopfer und vor allem viel Schiki-Miki-Pseudo, wo das Auge hinsieht. Kaum wirklich interessante Menschen und viel Kommerz. Ich würde es eher nicht empfehlen, aber andere mögen es vielleicht. Unter der Woche ist das Viertel wesentlich ertragbarer. Ich bin froh, dass ich wieder in San Telmo bin.

Kategorien: Reise
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