Smile for me Argentina

Einträge mit dem TagArgentinien

Simyo funktioniert in Uruguay nicht

März 29, 2008 · No Comments

Mobiltelefonieren im Ausland mit der Simyo GmbH (eine Tochter von EPlus) funktioniert in Uruguay aus eigenen Erfahrungen überhaupt nicht. Nach kurzer Recherche fand sich auch der Grund dafür. Simyo hat in diesem Land noch keinen Partner. So kann das Handy in Uruguay nur als Notrufhandy benutzt werden. Für Lateinamerika ist Simyo keine besonders gute Wahl aber von einem Discounter war dies auch nicht anders zu erwarten. So kann man in Argentinien nur SMS versenden und Gespräche annehmen aber nicht telefonieren. Außerdem braucht es oft mehrere Anläufe bis eine SMS erfolgreich verschickt werden kann aber es funktioniert wenigstens. Mehr Infos zum Roaming von Simyo gibts hier.

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Wir sind zurück aus Uruguay…

März 28, 2008 · No Comments

… mit vielen tollen Eindrücken und schönen Erlebnissen. Seit Montagabend [31.03.08] sind wir wieder in Buenos Aires.

Nachdem wir uns am Freitag gen Uruguay aufgemacht haben, ist viel passiert. Unsere erste Station sollte Colonia del Sacramento auf der anderen Seite des Río de la Plata sein. Wir haben die erste Fähre dorthin genommen und konnten San Telmo so mal in aller Frühe erleben. Ein sehr schöner Eindruck. Die Straßen sind noch leer, der ganze Müll und Dreck des Vortages ist verschwunden, und man sieht vereinzelt Leute, die die Straße vor Ihrem Haus oder Laden mit dem Wasserschlauch reinigen. Nur die Bäcker haben bereits geöffnet, und der süße Duft der Verführung zieht durch die Straßen und Gassen. Wir konnten nicht sehr lange widerstehen und haben bei einem Bäcker ein paar Medialunas und andere Leckereien gekauft.

Buquebus

Eigentlich wollten wir mit der Subte bis “Lavalle” fahren und den Rest zur Fährstation laufen, aber irgendwie ging da was schief. :-) So haben wir kurzerhand umdisponiert und sind gleich bis Puerto Madero gelaufen und wollten dort dann in die Tram steigen, Station “Independencia”.

Die “Puente de la Mujer” in Puerto Madero in Buenos Aires

Die Bahn stand auch schon da. Super. Fahrplan? Fehlanzeige. Der Fahrer zeigte uns jedoch durch die Scheibe zwei Hände mit 8 Fingern. Die Bahn würde also erst ab 8 Uhr fahren. Also blieb uns nichts anderes übrig, als zu laufen, den ganzen Weg entlang der Hafenbecken bis zum letzten. Die Fähre sollte gegen 8:30 ablegen, und so wäre Auf-die-Tram-warten knapp geworden. Man hat uns geraten, ca. 1h vorher da zu sein, zwecks Check-in und so weiter. Immerhin geht es ins Ausland. Nachdem wir nach ca. 30 Minuten am letzten Hafenbecken waren, kam “plötzlich” die Frage auf, wo eigentlich ganz genau das Terminal ist. Nun, eigentlich einfach der Straße “Cecilia Grierson” hoch in Richtung Wasser folgen, also unweit vom Buquebus-Gebäude in der Av. Antartida Argentina. Vor Ort ist es wirklich schlecht ausgeschildert, aber die kleine Informationsbroschüre der Reisegesellschaft gab einen guten Anhaltspunkt. Der Straße einfach zu folgen, war eine gute Idee, und so fanden wir nach weiteren 5 Minuten Fußweg den Schiffsableger.

Aufnahme aus der SeaCat Schnellfähre in Puerto Madero in Buenos Aires

Die Schnellfähre (1h anstatt 3h) nach Colonia wird nicht direkt von Buquebus sondern von SeaCat Colonia angeboten. Das sollte uns aber egal sein. Endlich im Check-in Terminal, haben wir mit den Tickets eingecheckt. Das lief alles schnell und easy. Danach mussten wir durch eine ziemlich lasche (und irgendwie überflüssige) Sicherheitskontrolle. Der Metalldetektor piepste bei jedem zweiten Passagier und nachkontrolliert wurde nicht. Ist auch besser so. Das nervt ja bereits an Flughäfen so ab und bringt so gut wie keine Sicherheit, nur “gefühlte”. Mit den bereits ausgefüllten Ausreisepapieren, die wir beim Check-in erhalten hatten, sind wir dann zur “Migration”. Da wir offiziell das Land wieder verlassen, haben sie uns dort ein paar Stempel für unsere Stempelsammlung in die Reisepässe reingedrückt, und das war’s dann auch schon. Da es grad kurz nach 8 Uhr, war haben wir noch einen Kaffee im Wartesaal getrunken und die mitgebrachten Medialunas verspeist. Dann ging es auch schon los.

Ankunft in Colonia, UY

Die Fahrt dauerte nur ca. eine Stunde. In Uruguay angekommen, mussten wir dann noch mal durch die Immigration, wo uns ein älterer Grenzbeamter fragte ob wir «Pack» hätten. Pack? Pax? Pak? Was meint der nur? Er wiederholte es noch mehrmals aber wurde nicht konkreter. Man hätte alles Mögliche verstehen können aber Pack machte am meisten Sinn, da wohl das Gepäck gemeint war. Eigentlich meinte er unsere Rucksäcke (Backpack), aber mehr als diese hatten wir nicht dabei, und so wurden wir durchgewunken, ohne zusätzliche Zollkontrolle und Taschenröntgen. So, endlich in Uruguay! Das Land empfing uns mit herrlichem Wetter und Sonne pur - fantastisch. Der Río de la Plata schimmerte silberbraun in der Sonne und lag wie ein Meer vor uns.

Der “Silberfluss” R�o de la Plata in Colonia Uruguay

Wasserturm am R�o de la Plata in Colonia del Sacramento in Uruguay

Wir sind erst mal drauflos gelaufen, denn viel falsch machen kann man im kleinen Colonia nicht. Ziemlich schnell fanden wir auch das Hostel “El Viajero“, das wir uns am Abend zuvor im Internet rausgesucht hatten. Vor Ort haben wir dann nach einem Zimmer gefragt und hatten auf Anhieb Glück, Doppelzimmer mit TV im obersten Stock. Na dann, Sachen ins Zimmer und ab in die Stadt.

Unser Zimmer im Hostel “El Viajero” in Colonia del Sacramento in Uruguay

Uruguay Pesos

Für Aktivitäten in der Stadt brauchten wir auf jeden Fall erst einmal ein paar uruguayische Pesos. Dazu kann man argentinische Pesos in Wechselstuben tauschen, oder man hebt an einer Bank die entsprechende Menge ab. Auf der Av. Gral Flores fanden wir schließlich eine Bank, die einen Automaten hatte. Wir hatten beim Schlendern bereits gesehen, dass die meisten Preise hier 3-stellig waren, d.h. mehr als 100 $U kosteten.

3000 Uruguanische Pesos aus einem Automaten in Colonia del Sacramento, Uruguay

Da wir noch kein Gefühl für diese Währung hatten, hob ich erstmal nur 3000 $U (ca. EUR 100) ab. Wie sich später rausstellen sollte, reichte das Geld für einen Tag.

Barrio Histórico

Colonia ist die älteste Stadt Uruguays und ein ziemlich übersichtliches, verschlafenes Örtchen, dessen Altstadt zum UNESCO Weltkulturerbe gehört. Wir haben uns gleich mal einen ersten Eindruck von der Altstadt verschafft, die nur einen Steinwurf vom Hostel entfernt ist. Das Barrio Histórico präsentiert sich verschlafen bis romantisch. Ein ziemlich schönes Ambiente, um ganz entspannt zu schlendern und zu entspannen.

Herbstrauschen in Colonia del Sacramento in Uruguay

Die Häuser sind alt und teilweise recht gut erhalten. Es gibt einen Hauptplatz (Plaza Mayor), einen Leuchtturm und ein paar Ruinen und Straßen, die so herrlich grob und holprig sind, dass man sich wohl hier mit High-Heals alle Knochen brechen würde. Selbst Flip-Flops sind hier schon riskant. Die Via Appia in Rom ist glatt dagegen. An einem schönen Punkt am Wasser haben wir uns auf Schiefersteinen ausgeruht und sind dem Rauschen des Flusses gefolgt. Das war die perfekte Raststelle, um zu entspannen. Nach einer Weile sind wir weitergezogen und haben uns wenig später in einem der zahlreichen Restaurants niedergelassen. Dort hatten wir Mittag mit anschließendem Kaffee, der nur mit Milch genießbar war. Ziemlich gruseliger Abgang, aber der “Meerblick” und das Essen davor sowie die total freundliche Bedienung waren es wert. Die Rechnung belief sich auf etwas über 1.500 $U, und so war schon die Hälfte des grad abgehobenen Geldes fort. Am Plaza Mayor haben wir dann die Eintrittskarte für die “Museo Colonienses” Colonia gekauft, mit der man sieben Museen besuchen kann. Das Museo Español war allerdings geschlossen und so waren es nur noch sechs. Der Leuchturm (Faro) gehörte erst gar nicht dazu und musste extra bezahlt werden.

Leuchturm in Colonia del Sacramento in Uruguay

Schiffe im Hafen von Colonia del Sacramento in Uruguay

Wir haben uns nur das Museo Municipal und das Casa Nacarello angesehen. Das Museo Municipal ist ein typisches, kleines Naturkundemuseum mit allerlei Exponaten. Besonders die präparierten Tiere waren sehenswert. Das Casa Nacarello ist gleich nebenan und ist ein originalgetreu restauriertes, portugiesisches Haus aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Nach der kleinen Geschichtstour sind wir zurück ins Hostel und haben zünftig Siesta gehalten. Die Nacht zuvor war doch sehr kurz.

Vamos a la Playa

Gegen halb 5 sind wir noch mal raus in die Stadt und haben die Strände erkundet. Dort waren wir fast allein. Vereinzelt ein Angler oder jemand mit Hund, aber sonst war an den Stränden nicht viel los. Im Gegensatz zu den Stränden in Buenos Aires war hier auch (fast) alles sauber.

Playa El Alamo in Colonia del Sacramento in Uruguay

Wir sind einfach von Strand zu Strand gelaufen, die sich doch einige Kilometer hinzogen. Kurz vor Einbruch der Dunkelheit sind wir dann auf der Av. Costanera zurück in Richtung Stadtzentrum gelaufen. Als es bereits dunkel war, sind wir schließlich in der Altstadt von Colonia etwas essen gegangen. Witzig: Die Karte des Restaurants (http://www.sacramentorestaurante.com) hatte genau das gleiche im Menü wie dasjenige, wo wir mittags waren. Ein Schelm, wer böses dabei denkt. Der sehr junge Kellner hatte offensichtlich seinen ersten Tag oder half der Tante, der das Restaurant gehörte, in den Ferien aus. Und später gab es eine ziemlich sehnsüchtige, melancholische Gesangseinlage eines örtlichen Sängers. Ziemlich gut, aber fast zu viel. Es passte aber alles herrlich zu diesem Örtchen und der altertümlichen Umgebung. Colonia weiß, wie es sich präsentieren und vermarkten muss. Für die Einlage fanden wir dann ungefragt einen zusätzlichen Posten “Derecho Show” für den Sänger in Höhe von 40 $U (etwa 1,50 Euro) auf der Rechnung. Auf dem Heimweg sind wir noch mal durch die zauberhafte Altstadt gegangen in der keine Menschenseele mehr unterwegs war.

Die “Calle de los Suspiros” in Colonia del Sacramento in Uruguay

Die “Calle de los Suspiros” in Colonia del Sacramento in Uruguay bei Nacht

Zurück im Hostel haben wir uns vom Spanischen Fernsehen berieseln lassen und eine Dokumentation über ein Wolkenkratzerprojekt in Dubai gesehen. Lange ging das allerdings nicht, da wir ziemlich müde und geschafft waren, und so sind wir wenig später eingeschlafen.

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Ausflug nach Tigre oder ein Abenteuer in 7 Akten

März 25, 2008 · No Comments

Flussaufwärts

Tigre ist eine nordwestlich am Rande des Ballungsraums Buenos Aires gelegene Stadt, die den Porteños hauptsächlich als Naherholungsgebiet dient. Tigre liegt sehr nah am Delta des Río de la Plata und eignet sich zudem perfekt für einen Tagesausflug ohne Übernachtung.

Rio de la Plata Delta bei Tigre nahe BsAs in Argentinien

Lass uns den Bus nehmen

Der Plan war, spätestens gegen 10:30 Uhr in den Bus 60 zu steigen und direkt nach Tigre zu fahren. Naja, direkt war es nicht, da der Bus vorher durch die halbe Stadt fährt, aber da wir das alles noch nicht kannten, war der Bus für uns eine gute Wahl. Es gibt grundsätzlich drei Wege um von BsAs nach Tigre zu gelangen. Der bequemste und schnellste ist der Direktzug vom Bahnhof Retiro. Eine einfache Fahrt kostet 1,10 AR$ und man kommt genau da an wo man als Tourist hin möchte. Ein weitaus schönerer Weg, wegen der Aussicht, ist es, den Zug von Retiro nach Bartolomé Mitre zu nehmen, um dort in den “Tren de la Costa” zu wechseln. Wir haben uns jedoch für die Abenteuervariante entschieden und wollten den Bus nehmen. Es stellte sich jedoch heraus, das es nicht so einfach ist, den “richtigen” Bus zu erwischen, wenn man sich nicht auskennt. Der Guia “T” führt unter der Busnummer 60 eine Vielzahl von Busstrecken auf, von der nur eine wirklich nach Tigre führt. Da wir das nicht vermuteten, sind wir prompt erst einmal in den falschen Bus eingestiegen. Der Busfahrer erklärte uns dann aber auf Spanisch, dass wir nach einem Bus mit einem “C” ausschauhalten sollten. An der nächsten Ecke hat er uns dann wieder aussteigen lassen, um den korrekten Bus zu finden. Finden ist übrigens genau das richtige Wort, denn man sucht in BsAs tatsächlich immer nach den Haltestellen und diese können unglaublich gut versteckt sein. Busfahren(lernen) braucht seine Zeit. Ich glaube, wenn man die am häufigsten benötigten Strecken öfter gefahren ist, wird es einfacher, aber die Linie 60 war total neu für uns.

Constitución

Da wir nicht noch mehr Zeit mit der Suche verlieren wollten, sind wir gleich nach “Constitución” gelaufen. Da gibt es einen riesigen Busbahnhof und der ganze Platz ist furchtbar geschäftig und urban. Dort geht es zu wie auf einem Ameisenhaufen.

Subte und Busbahnhof “Constitución” in Buenos Aires

Ich wusste, dass der Bus definitiv irgendwo dort fahren musste, da ich diesen Tipp von einer unserer WG-Mitbewohnerin erhalten hatte. Die Haltestelle für die Linie 60 war relativ bald gefunden, und so standen wir mit anderen in einer Schlange für den 60er.

Hinweistafel am Busbahnhof “Constitución” in Buenos Aires

Ausgang der Subte “Linea C” am Busbahnhof Constitución in Buenos Aires

Eine Frau rennt zu Ihrem Bus am Busbahnhof Constitución in Buenos Aires

Tigre? Tigre?

Zur Sicherheit haben wir jemanden gefragt, welcher der vielen Busse denn nun auch in Tigre hält. Nach weiteren 20 Minuten war einer dabei mit der Nummer 60 und einem “C” vorne dran. Der Busfahrer bestätigte glücklicherweise auch, das er nach Tigre fährt. Puhh, geschafft! Um kurz nach 12 Uhr saßen wir nun endlich im richtigen Bus. (Ticket kostete 1,60 AR$). Uns war vollkommen klar, dass nun eine ziemlich lange Busfahrt vor uns liegen würde, aber das wollten wir ja so. Der Bus fährt die Strecke nach Tigre (ca. 30 km mit dem Zug) nicht direkt sondern mitten durch die Metropole und durch schwerstem Verkehr. Unglaublich, was sich auf den Straßen von BsAs so abspielt. Bei “wenig” Verkehr braucht man dafür so ca. 1 Stunde und 45 Minuten. Wir brauchten 2,5 Stunden für das Ganze. Zwischendrin wurden wir durch einen fliegenden Händler unterhalten, der während der Fahrt Socken aus argentinischer Produktion zum Kauf anbot. Dies tat er sehr zurückhaltend und charmant, aber wie brauchten leider grad keine Socken.

Wie weit ist es noch?

Die Fahrt war sehr spannend, aber länger hätte sie nicht mehr dauern dürfen. Irgendwann kann man nicht mehr sitzen, und bei dem heißen Wetter und dieser Luftfeuchte ist man in einem nicht klimatisierten Bus ziemlich schnell durchgeschwitzt. Der Busfahrer war so nett und gab uns ein Zeichen, wann wir aussteigen sollten. Es ist übrigens ziemlich empfehlenswert, den Busfahrer darum zu bitten. Selbst die Porteños machen das, da auch sie mit dem ganzen Buswirrwar manchmal so ihre Probleme haben.

Tigre und das Delta

In Tigre angekommen, haben wir uns erst mal in einem Restaurant zur Stärkung niedergelassen. Vor allem Durst hatten wir beide sehr. Nach dieser Pause wollten wir uns Tigre ansehen und vor allem eine dieser Delta-Bootsfahrten machen. Es gibt unzählige Gesellschaften, die diese Rundfahrten anbieten, aber wirklich urig sind nur die Bootsbusse. Das sind relativ kleine Holzboote, die wie Busse auf den Wasserstraßen des Deltas verkehren.

Typisches Busboot im Delta des Rio bei Tigre in Argentinien

Busboot dienen nicht nur dem Transport sondern auch der Versorgung der Einheimischen im Rio de la Plata Delta bei Tigre nahe BsAs

Busboot in Tigre am R�o de la Plata Delta nahe Buenos Aires

Man muss wissen, dass das Delta aus zusammengefasst ca. 10.000 km Kanälen, Flussarmen, Bächen und Inseln besteht. Die Leute, die dort wohnen werden mit diesen Schiffen versorgt, und erhalten so z.B. Ihre Post oder deren Kinder fahren mit diesen Schiffen in die Schule auf eine andere Insel. Eine Fahrt auf diesen Kanälen ist sehr empfehlenswert, auch wenn man als Tourist nur einen Bruchteil des Deltas zu sehen bekommt. (Kostenpunkt: 13 AR$)

Haus mit Steg im Rio de la Plata Delta bei Tigre nahe BsAs

Im Delta des Rio de la Plata bei Tigre nahe Buenos Aires

Typisches Wassergrundstück mit Haus im Rio de la Plata Delta nahe der Stadt Tigre in Argentinien

Typisches Wassergrundstück mit Haus im Rio de la Plata Delta nahe der Stadt Tigre in Argentinien

Wenn man mehr sehen wollte, müsste man vielleicht mal dort irgendwo übernachten und gegebenenfalls ein eigenes Boot chartern. Uns reichte aber die ca. 1-stündige Fahrt durch das Delta vollkommen. Man fährt an vielen schönen und alten Häusern vorbei und ahnt sofort, was das wohl mal für eine mondäne Gegend gewesen sein muss. Sie ist es immer noch, aber die Hochzeit hat Tigre wohl Anfang des vergangen Jahrhunderts erlebt, als BsAs noch eine sehr reiche Stadt war.

Altes Haus im Rio de la Plata Delta bei Tigre nahe BsAs in Argentinien

Luxushotel im R�o de la Plata Delta bei Tigre nördlich von BsAs in Argentinien

Heute boomt es dort wieder aber das alte Niveau wird sicher so schnell nicht erreicht werden. Viele Häuser können dort gekauft oder gemietet werden. Andere sind so morsch, dass man sie wohl nur noch abreisen kann bzw. die Natur das bereits erledigt hat. Daneben findet man Hotels und Restaurants links und rechts der Inseln. Auf halber Strecke mussten wir dann in ein anderes Boot wechseln, das uns wieder auf demselben Weg zurück zum Schiffsanleger bringen würde. Dort angekommen, haben wir Tigre zu Fuß weitererkundet. Ich glaube, mit dem Rad könnte man dort noch einiges anstellen, aber so ohne alles ist es dort relativ langweilig, und die Bootsfahrt auf dem Delta ist wohl das spannendste, was Tigre für Tagestouristen zu bieten hat. Tigre ist ganz anders wie BsAs, sehr ordentlich, ruhig und gepflegt und irgendwie amerikanisch aber vor allem sehr touristisch. Wer dort eine naturbelassene Umwelt sucht, wird enttäuscht sein. Das Delta ist bestens erschlossen, und Umweltschutz scheint auch hier kein ernst zu nehmendes Thema zu sein. Es ist anzunehmen, dass noch immer alles im Fluss landet, obwohl das Delta an sich einen “normalen” Eindruck macht. Ab und an sah man sogar Leute im Fluss baden. Für Europäer kommt das wohl eher nicht in Frage.

Einheimische beim Baden am Ufer des Rio de la Plata bei Tigre in Argentinien

Heimfahrt

Für die Heimfahrt mussten wir unfreiwillig den direkten Weg mit dem Zug wählen. Dabei mussten wir feststellen, dass der schöne (Um-)Weg über Bartolomé Mitre nur von BsAs aus möglich ist. Ist man bereits in Tigre kann man nur den direkten Zug nach Buenos Aires nehmen. Das war aber nicht so schlimm, denn wir waren ohnehin so müde, dass der direkte Weg der offensichtlich Beste für uns war. Vielleicht nehmen wir ein andermal den “Tren de la Costa”, um uns von dessen Schönheit zu überzeugen. Zug fahren ist ja so billig hier. Der Zug war in Tigre anfangs noch ziemlich leer. Das änderte sich aber mit jedem neuen Halt des Zuges, mit dem wir Buenos Aires näher kamen. So war der Zug alsbald ziemlich voll, und nach ca. 40-minütiger Fahrt sind wir dann in Retiro angekommen.

Ankunft mit dem Zug am Bahnhof Recoleta aus Tigre kommend

Dort haben wir dann die Subte Linea C in Richtung Constitución genommen. Eigentlich wäre Constitución der kürzeste Weg zu uns nach Hause. Wir meiden den Bahnhof allerdings nach Einbruch der Dunkelheit, da sich dort oftmals komische Gestalten rumtreiben, und man häufig von Überfällen aus der Gegend hört. Sich dort nachts als Tourist aufzuhalten, ist quasi eine Einladung für einen Überfall. So sind wir eine Station früher ausgestiegen und haben lieber den etwas längeren Fußweg in Kauf genommen. BsAs ist an sich eine sichere Stadt, so sicher wie Metropolen eben sein können. Es gibt allerdings einige Straßen und Plätze, die man nachts besser meiden sollte. Wenn man das weiß, ist BsAs ziemlich easy. Wir lieben diese Stadt!

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Reisesendung über Buenos Aires

März 6, 2008 · No Comments

Auf YouTube gibt es eine sehr informative Sendung zum Thema “Buenos Aires”. Ideal zur Reisevorbereitung auch ohne großartige Spanischkenntnisse. Die Sendung umfasst 6 Teile à 9 Minuten und gibt einen sehr guten Einblick in das touristische Buenos Aires.

Teil 1/6:

Teil 2/6:

Teil 3/6:

Teil 4/6:

Teil 5/6:

Teil 6/6:

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Noch 9 Tage…

März 4, 2008 · No Comments

… dann heißt es Abflug nach BUE (Aeropuerto Internacional Ministro Pistarini de Ezeiza). Das wird unglaublich spannend. Das Wetter in Buenos Aires hat sich bis dahin hoffentlich auch gebessert. Momentan ist es dort noch sehr regnerisch aber bis Ende der Woche ist bereits Besserung in Sicht. Bis zur endgültigen Abreise kann man sich mit Büchern, Filmen und Videos auf die Reise vorbereiten. Wie zum Beispiel die Folgenden:

Auch wird es langsam Zeit Sachen zu packen bzw. zusammen zu kramen. Neun Tage sind schnell um.

Wer sich für argentinische Filme interessiert sollte unbedingt…

  • Diarios de motocicleta (bzw. The Motorcycle Diaries / Die Reise des jungen Che),
  • Nueve Reinas (bzw. Nine Queens)

…gesehen haben. Falls jemand weitere Filmtipps zum Thema Argentinien hat, bitte melden.

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