Smile for me Argentina

Einträge mit dem TagColonia

Weiterfahrt nach Montevideo, UY

März 29, 2008 · No Comments

Am Morgen beschlossen wir, gleich weiter in die Hauptstadt Uruguays zu fahren. Die Möglichkeiten in Colonia waren für uns begrenzt und die Besichtigungen der sehenswerten Altstadt an einem Tag erledigt. Auch ist es im Vergleich zu Buenos Aires recht teuer und erreicht das Berliner Preisniveau. Colonia ist super zum Auspannen vom urbanen Chaos der Großstädte Buenos Aires oder Montevideo. Wer Colonia allerdings nicht gesehen hat wird auch weiterleben.

Am Strand in Colonia mit unserem neuen Freund “Blacky”

Am besten, man zeltet dort mal oder mietet ein Fahrrad/Mofa für einen Ausflug in die nähere Umgebung. In Colonia verläuft alles ruhig und gemächlich. Die Autos fahren langsam und bleiben an jedem Zebrastreifen stehen, wenn man die Straße überqueren möchte. So kann man in Uruguay die Straßen supersicher überqueren. Überall fahren Touristen und Einheimische gemütlich mit ihren Motocicleta ohne Helm und oft vollbepackt durch die Gegend.

Freie Fahrt für freie Bürger in Colonia del Sacramento in Uruguay

Freie Fahrt für freie Bürger in Colonia del Sacramento in Uruguay

In Buenos Aires ist das nicht der Fall. Das Überqueren der Straße ist oft mit gewissen Risiken verbunden, da der Verkehr wirklich höllisch ist. Eine unserer Mitbewohnerin erzählte kürzlich, dass sie neulich einen schlimmen Unfall zwischen einem Colectivo und einem Fußgänger beobachtet hat, bei dem der Fußgänger starb, und dass dies keine Seltenheit hier sei. Wie auch immer.

Montevideo: Wir kommen!

Uns zog es zurück ins urbane Leben. Also auf nach Montevideo. Wir waren sehr gespannt auf diese Stadt. So haben wir um 11 Uhr ausgecheckt und den Linienbus der Busgesellschaft COT für 13 Uhr gebucht. Das Ticket kam auf 8 US$ pro Person und die Fahrt sollte 2 Stunden dauern. Tatsächlich dauerte sie aber etwas mehr als 2,5 Stunden. Bevor nun der Bus abfuhr, hatten wir noch etwas Zeit, und so entspannten wir noch einmal an einem gemütlichen Örtchen direkt am Wasser.

Uruguayische Fahne auf einem Haus in Montevideo

Pünktlich um 13 Uhr fuhr der Bus, und die Fahrt ging entlang der Küstenlinie, ohne jedoch den Fluss bzw. den Atlantik zu sehen. Die Gegend, durch die wir fuhren, war leicht hügelig und stark landwirtschaftlich geprägt. Wir fuhren an einigen Bauerhöfen oder Weideland und kleineren Ortschaften vorbei. Das Land war grün und erinnerte irgendwie ans Burgund in Frankreich. Der Bus hielt zwischendrin in einigen Dörfern und sammelte weitere Passagiere auf bzw. entließ andere an ihrem Ankunftsort. Die Straßen waren teilweise etwas buckelig, aber der Bus war gut gefedert. Als wir Montevideo näher kamen, änderte sich die Aussicht schlagartig. Links und rechts tauchten plötzlich Favela-artige Siedlungen auf. Ziemlich kaputte Häuschen mit ganz viel Müll ringsum, und zwischendrin sah man Wäsche, die zum Trocknen aufgehangen war. Ein sehr skurriles Bild. Was würde uns wohl in Montevideo erwarten?

Ankunft am Busbahnhof in Montevideo

Der Bus machte in Montevideo noch einige Zwischenhalte bis er endlich die Endstation im Busbahnhof in Tres Cruces erreichte. Dort war ähnlich viel los wie in demjenigen von Retiro in Buenos Aires. In dem Busbahnhof gab es zum Glück eine touristische Information, in der wir uns erstmal eine Karte besorgt haben. Ohne Lageplan wären wir auch ziemlich aufgeschmissen gewesen.

Typische_Straßenbeschilderung_abseits der Touristengegenden in Montevideo Uruguay

Nicht jede Straße verriet sofort ihren Namen und so musste man teilweise ganz schön danach suchen. Nachdem wir uns einen Überblick verschafft hatten, sind wir in Richtung Stadtzentrum gelaufen. Wir hatten vor, im Hostel “El Viajero” zu nächtigen, da uns das Schwester-Hostel in Colonia schon sehr gut gefallen hatte. Also sind wir den ganzen, langen Weg die Av. 18 de Julio in Richtung Altstadt gelaufen. Dadurch bekamen wir bereits einen ersten Eindruck von der Stadt, und links und rechts der Straße türmte sich ein monumentales Gebäude nach dem nächsten vor uns auf. Ein total krasser Eindruck. Hinzu kam auch hier, dass die meisten Bauten ihre Blüte bereits lange hinter sich hatten oder so aussahen als wurden sie nie fertig gestellt.

Eines der vielen unfertigen Bauten in Montevideo Uruguay

In Montevideo spürt man irgendwie auch, das Brasilien sehr nah ist. Die Mischung der Leute in der Stadt ist eine ganz andere als in Buenos Aires. Nach gut 1h Fußweg fanden wir dann auch das gesuchte Hostel in der Av. Ituzaingó 1436, wie es in dem Flyer stand. Leider gab es dort kein Doppelzimmer mehr. Uns wurde allerdings ein anderes Hostel gleich um die Ecke per Telefon vermittelt. Ein kurzer Anruf vom Portier und wir hatten ein Zimmer im Hostel “Che Lagarto“. Also sind wir dort hin und haben das Doppelzimmer gemietet. Das Zimmer war ziemlich schlicht, mit sehr hohen Decken und dem Charme eines Krankenhauszimmers der 1940er Jahre. Ein Bett, ein Holzregal, zwei Nachttischchen und ein Waschbecken, und natürlich das separate Bad mit Toilette und Dusche. Alles pikobello. Zusätzlich gab es einen großartigen Balkon mit Ausblick auf den wohl wichtigsten Platz in Montevideo, der Plaza Independencia, wie sich später noch herausstellen sollte.

Ein Aspekt der Architektur am Plaza Independencia Montevideo in Uruguay

Ciudad Vieja

Nachdem wir die Sachen abgeladen hatten, sind wir die Umgebung erkunden gegangen. Dabei sind wir einfach mal planlos in die Ciudad Vieja (Altstadt) gelaufen. Dort war es erstaunlich ruhig und nur ganz wenige Geschäfte hatten (noch?) offen. Entlang der Av. Sarandi verkauften einige Straßenhändler ihr Kunsthandwerk. So konnte man dort allerhand Schmuck, Bilder, Kalebassen, Bombillas, Trödel und vieles mehr erwerben.

Typischer Imbiss in Montevideo Uruguay

Sofort aufgefallen sind uns die “Policía Turistica” mit ihren gelben Westen. In der ganzen Altstadt traf man sie, und so konnten wir bereits ahnen, dass dieses Viertel wohl auch nur tagsüber “sicher” ist. Wie sind dann irgendwann rechts in die Av. Perez Castellanos gebogen und zum Hafen geschlendert. Die Altstadt liegt wirklich herrlich auf einem kleinen Hügel, und wenn man gut steht, kann man links, rechts und geradeaus den Atlantik sehen. Wunderschön! Dort unten wurde es dann noch mal richtig touristisch rund um dem alten “Mercado del Puerto”. Auch hier überall Polizei zum Schutz der Touristen. Das fühlte sich irgendwie komisch an, weil man so sofort wusste, dass es hier nicht wirklich sicher ist. Auf dem Rückweg haben wir Halt bei einer Bank gemacht, um etwas Geld abzuheben, und sind dann bei McDonald’s eingekehrt, um was zu essen (Es hatte ringsum nichts weiter offen und wir waren hungrig! ;-) ) Wir hatten danach auch noch einen Kaffee im McCafé, der übrigens gar nicht schlecht war. Danach sind wir zurück ins Hostel. Dort haben wir erstmal den Portier gefragt, wo wir uns denn nachts als Touristen aufhalten können. Dieser zückte daraufhin einen Stift und zeichnete ein paar Grenzen in unsere Karte. Von der relativ großen Altstadt blieb für uns Touristen nicht mehr viel übrig, und das war etwas schockierend. Er meinte aber auch, dass alles, was für uns nachts von Interesse wäre, direkt in unmittelbarer Nähe des Hostels läge, also das Kneipen- und Ausgehviertel. Wir haben uns erstmal aufs Ohr gelegt und geschlafen.

Saturday Night @Plaza Independencia

So gegen 23 Uhr erwachte der Platz vor unserem Hostel mehr und mehr zum Leben. Plötzlich waren überall junge Menschen, die sich wohl ins Nachleben stürzen wollten. Man traf sich draußen und trank lautstark Bier zusammen. Das Treiben erreichte erst spät in der Nacht seinen Höhepunkt. Wir sind gegen 1 Uhr noch mal raus und haben uns das Treiben aus der Nähe angesehen. Die Leute die dort unterwegs waren, waren teilweise noch sehr jung also um die 15, 16 oder 17. Ältere waren nur in den Bars auszumachen. Entsprechend laut und prollig ging es überall draußen zur Sache. Das war nicht wirklich spannend und auch nicht “unser Ding”. Wir sind dann weiter durch die Straßen geschlendert und haben uns in einem Cafe/Restaurant am Plaza Zabala niedergelassen, um noch eine Kleinigkeit zu essen. Das Essen war zweckmäßig aber nicht lecker und auch hier preislich deutlich über Buenos Aires, aber unter Colonia. Danach sind wir zurück ins Hostel gelaufen, und auf dem Weg dorthin haben wir eine Gruppe Jugendlicher gesehen, die Capoeira, diesen kampfsportartigen Tanz, auf der Straße performten. Sehr interessant aber nicht mehr spannend genug, um sich die Nacht weiter auf der Straße um die Ohren zu schlagen. So sind wir ziemlich müde und erledigt im Hostel angekommen und bei dem Krach draußen auch ziemlich schnell weggeratzt.

Oft gesehene Transporte in Montevideo Uruguay

Uralt Autos auf den Strassen von Montevideo Uruguay

Mann beim Fensterstreichen im Palacio Salvo in Montevideo Uruguay

Der Palacio Salvo am Plaza Independencia in Montevideo Uruguay

Putzen für die Touristen im Zentrum von Montevideo Uruguay

Categories: Reise
Getaggt: , ,

Simyo funktioniert in Uruguay nicht

März 29, 2008 · No Comments

Mobiltelefonieren im Ausland mit der Simyo GmbH (eine Tochter von EPlus) funktioniert in Uruguay aus eigenen Erfahrungen überhaupt nicht. Nach kurzer Recherche fand sich auch der Grund dafür. Simyo hat in diesem Land noch keinen Partner. So kann das Handy in Uruguay nur als Notrufhandy benutzt werden. Für Lateinamerika ist Simyo keine besonders gute Wahl aber von einem Discounter war dies auch nicht anders zu erwarten. So kann man in Argentinien nur SMS versenden und Gespräche annehmen aber nicht telefonieren. Außerdem braucht es oft mehrere Anläufe bis eine SMS erfolgreich verschickt werden kann aber es funktioniert wenigstens. Mehr Infos zum Roaming von Simyo gibts hier.

Categories: Reise
Getaggt: , , , , ,

Wir sind zurück aus Uruguay…

März 28, 2008 · No Comments

… mit vielen tollen Eindrücken und schönen Erlebnissen. Seit Montagabend [31.03.08] sind wir wieder in Buenos Aires.

Nachdem wir uns am Freitag gen Uruguay aufgemacht haben, ist viel passiert. Unsere erste Station sollte Colonia del Sacramento auf der anderen Seite des Río de la Plata sein. Wir haben die erste Fähre dorthin genommen und konnten San Telmo so mal in aller Frühe erleben. Ein sehr schöner Eindruck. Die Straßen sind noch leer, der ganze Müll und Dreck des Vortages ist verschwunden, und man sieht vereinzelt Leute, die die Straße vor Ihrem Haus oder Laden mit dem Wasserschlauch reinigen. Nur die Bäcker haben bereits geöffnet, und der süße Duft der Verführung zieht durch die Straßen und Gassen. Wir konnten nicht sehr lange widerstehen und haben bei einem Bäcker ein paar Medialunas und andere Leckereien gekauft.

Buquebus

Eigentlich wollten wir mit der Subte bis “Lavalle” fahren und den Rest zur Fährstation laufen, aber irgendwie ging da was schief. :-) So haben wir kurzerhand umdisponiert und sind gleich bis Puerto Madero gelaufen und wollten dort dann in die Tram steigen, Station “Independencia”.

Die “Puente de la Mujer” in Puerto Madero in Buenos Aires

Die Bahn stand auch schon da. Super. Fahrplan? Fehlanzeige. Der Fahrer zeigte uns jedoch durch die Scheibe zwei Hände mit 8 Fingern. Die Bahn würde also erst ab 8 Uhr fahren. Also blieb uns nichts anderes übrig, als zu laufen, den ganzen Weg entlang der Hafenbecken bis zum letzten. Die Fähre sollte gegen 8:30 ablegen, und so wäre Auf-die-Tram-warten knapp geworden. Man hat uns geraten, ca. 1h vorher da zu sein, zwecks Check-in und so weiter. Immerhin geht es ins Ausland. Nachdem wir nach ca. 30 Minuten am letzten Hafenbecken waren, kam “plötzlich” die Frage auf, wo eigentlich ganz genau das Terminal ist. Nun, eigentlich einfach der Straße “Cecilia Grierson” hoch in Richtung Wasser folgen, also unweit vom Buquebus-Gebäude in der Av. Antartida Argentina. Vor Ort ist es wirklich schlecht ausgeschildert, aber die kleine Informationsbroschüre der Reisegesellschaft gab einen guten Anhaltspunkt. Der Straße einfach zu folgen, war eine gute Idee, und so fanden wir nach weiteren 5 Minuten Fußweg den Schiffsableger.

Aufnahme aus der SeaCat Schnellfähre in Puerto Madero in Buenos Aires

Die Schnellfähre (1h anstatt 3h) nach Colonia wird nicht direkt von Buquebus sondern von SeaCat Colonia angeboten. Das sollte uns aber egal sein. Endlich im Check-in Terminal, haben wir mit den Tickets eingecheckt. Das lief alles schnell und easy. Danach mussten wir durch eine ziemlich lasche (und irgendwie überflüssige) Sicherheitskontrolle. Der Metalldetektor piepste bei jedem zweiten Passagier und nachkontrolliert wurde nicht. Ist auch besser so. Das nervt ja bereits an Flughäfen so ab und bringt so gut wie keine Sicherheit, nur “gefühlte”. Mit den bereits ausgefüllten Ausreisepapieren, die wir beim Check-in erhalten hatten, sind wir dann zur “Migration”. Da wir offiziell das Land wieder verlassen, haben sie uns dort ein paar Stempel für unsere Stempelsammlung in die Reisepässe reingedrückt, und das war’s dann auch schon. Da es grad kurz nach 8 Uhr, war haben wir noch einen Kaffee im Wartesaal getrunken und die mitgebrachten Medialunas verspeist. Dann ging es auch schon los.

Ankunft in Colonia, UY

Die Fahrt dauerte nur ca. eine Stunde. In Uruguay angekommen, mussten wir dann noch mal durch die Immigration, wo uns ein älterer Grenzbeamter fragte ob wir «Pack» hätten. Pack? Pax? Pak? Was meint der nur? Er wiederholte es noch mehrmals aber wurde nicht konkreter. Man hätte alles Mögliche verstehen können aber Pack machte am meisten Sinn, da wohl das Gepäck gemeint war. Eigentlich meinte er unsere Rucksäcke (Backpack), aber mehr als diese hatten wir nicht dabei, und so wurden wir durchgewunken, ohne zusätzliche Zollkontrolle und Taschenröntgen. So, endlich in Uruguay! Das Land empfing uns mit herrlichem Wetter und Sonne pur - fantastisch. Der Río de la Plata schimmerte silberbraun in der Sonne und lag wie ein Meer vor uns.

Der “Silberfluss” R�o de la Plata in Colonia Uruguay

Wasserturm am R�o de la Plata in Colonia del Sacramento in Uruguay

Wir sind erst mal drauflos gelaufen, denn viel falsch machen kann man im kleinen Colonia nicht. Ziemlich schnell fanden wir auch das Hostel “El Viajero“, das wir uns am Abend zuvor im Internet rausgesucht hatten. Vor Ort haben wir dann nach einem Zimmer gefragt und hatten auf Anhieb Glück, Doppelzimmer mit TV im obersten Stock. Na dann, Sachen ins Zimmer und ab in die Stadt.

Unser Zimmer im Hostel “El Viajero” in Colonia del Sacramento in Uruguay

Uruguay Pesos

Für Aktivitäten in der Stadt brauchten wir auf jeden Fall erst einmal ein paar uruguayische Pesos. Dazu kann man argentinische Pesos in Wechselstuben tauschen, oder man hebt an einer Bank die entsprechende Menge ab. Auf der Av. Gral Flores fanden wir schließlich eine Bank, die einen Automaten hatte. Wir hatten beim Schlendern bereits gesehen, dass die meisten Preise hier 3-stellig waren, d.h. mehr als 100 $U kosteten.

3000 Uruguanische Pesos aus einem Automaten in Colonia del Sacramento, Uruguay

Da wir noch kein Gefühl für diese Währung hatten, hob ich erstmal nur 3000 $U (ca. EUR 100) ab. Wie sich später rausstellen sollte, reichte das Geld für einen Tag.

Barrio Histórico

Colonia ist die älteste Stadt Uruguays und ein ziemlich übersichtliches, verschlafenes Örtchen, dessen Altstadt zum UNESCO Weltkulturerbe gehört. Wir haben uns gleich mal einen ersten Eindruck von der Altstadt verschafft, die nur einen Steinwurf vom Hostel entfernt ist. Das Barrio Histórico präsentiert sich verschlafen bis romantisch. Ein ziemlich schönes Ambiente, um ganz entspannt zu schlendern und zu entspannen.

Herbstrauschen in Colonia del Sacramento in Uruguay

Die Häuser sind alt und teilweise recht gut erhalten. Es gibt einen Hauptplatz (Plaza Mayor), einen Leuchtturm und ein paar Ruinen und Straßen, die so herrlich grob und holprig sind, dass man sich wohl hier mit High-Heals alle Knochen brechen würde. Selbst Flip-Flops sind hier schon riskant. Die Via Appia in Rom ist glatt dagegen. An einem schönen Punkt am Wasser haben wir uns auf Schiefersteinen ausgeruht und sind dem Rauschen des Flusses gefolgt. Das war die perfekte Raststelle, um zu entspannen. Nach einer Weile sind wir weitergezogen und haben uns wenig später in einem der zahlreichen Restaurants niedergelassen. Dort hatten wir Mittag mit anschließendem Kaffee, der nur mit Milch genießbar war. Ziemlich gruseliger Abgang, aber der “Meerblick” und das Essen davor sowie die total freundliche Bedienung waren es wert. Die Rechnung belief sich auf etwas über 1.500 $U, und so war schon die Hälfte des grad abgehobenen Geldes fort. Am Plaza Mayor haben wir dann die Eintrittskarte für die “Museo Colonienses” Colonia gekauft, mit der man sieben Museen besuchen kann. Das Museo Español war allerdings geschlossen und so waren es nur noch sechs. Der Leuchturm (Faro) gehörte erst gar nicht dazu und musste extra bezahlt werden.

Leuchturm in Colonia del Sacramento in Uruguay

Schiffe im Hafen von Colonia del Sacramento in Uruguay

Wir haben uns nur das Museo Municipal und das Casa Nacarello angesehen. Das Museo Municipal ist ein typisches, kleines Naturkundemuseum mit allerlei Exponaten. Besonders die präparierten Tiere waren sehenswert. Das Casa Nacarello ist gleich nebenan und ist ein originalgetreu restauriertes, portugiesisches Haus aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Nach der kleinen Geschichtstour sind wir zurück ins Hostel und haben zünftig Siesta gehalten. Die Nacht zuvor war doch sehr kurz.

Vamos a la Playa

Gegen halb 5 sind wir noch mal raus in die Stadt und haben die Strände erkundet. Dort waren wir fast allein. Vereinzelt ein Angler oder jemand mit Hund, aber sonst war an den Stränden nicht viel los. Im Gegensatz zu den Stränden in Buenos Aires war hier auch (fast) alles sauber.

Playa El Alamo in Colonia del Sacramento in Uruguay

Wir sind einfach von Strand zu Strand gelaufen, die sich doch einige Kilometer hinzogen. Kurz vor Einbruch der Dunkelheit sind wir dann auf der Av. Costanera zurück in Richtung Stadtzentrum gelaufen. Als es bereits dunkel war, sind wir schließlich in der Altstadt von Colonia etwas essen gegangen. Witzig: Die Karte des Restaurants (http://www.sacramentorestaurante.com) hatte genau das gleiche im Menü wie dasjenige, wo wir mittags waren. Ein Schelm, wer böses dabei denkt. Der sehr junge Kellner hatte offensichtlich seinen ersten Tag oder half der Tante, der das Restaurant gehörte, in den Ferien aus. Und später gab es eine ziemlich sehnsüchtige, melancholische Gesangseinlage eines örtlichen Sängers. Ziemlich gut, aber fast zu viel. Es passte aber alles herrlich zu diesem Örtchen und der altertümlichen Umgebung. Colonia weiß, wie es sich präsentieren und vermarkten muss. Für die Einlage fanden wir dann ungefragt einen zusätzlichen Posten “Derecho Show” für den Sänger in Höhe von 40 $U (etwa 1,50 Euro) auf der Rechnung. Auf dem Heimweg sind wir noch mal durch die zauberhafte Altstadt gegangen in der keine Menschenseele mehr unterwegs war.

Die “Calle de los Suspiros” in Colonia del Sacramento in Uruguay

Die “Calle de los Suspiros” in Colonia del Sacramento in Uruguay bei Nacht

Zurück im Hostel haben wir uns vom Spanischen Fernsehen berieseln lassen und eine Dokumentation über ein Wolkenkratzerprojekt in Dubai gesehen. Lange ging das allerdings nicht, da wir ziemlich müde und geschafft waren, und so sind wir wenig später eingeschlafen.

Categories: Reise
Getaggt: , , , , , ,