Einträge mit dem TagPalermo
Das ist meine Eselsbrücke, um mir zu merken wo der Colectivo 39 in Palermo Soho in Richtung San Telmo abfährt. Das ist notwendig, da wir wiederholt in Palermo Soho nach der richtigen Bushaltestelle gesucht haben. Wir waren ja schon mehrfach dort, aber eine geeignete Haltestelle haben wir uns noch nicht gemerkt. Das dürfte sich nun aber mit der Eselbrücke ändern. Busfahren und Haltestellen in Buenos Aires sind ohnehin was ganz besonderes, und ich kündige hiermit schon mal ein “Colectivo-Spezial” an, demnächst hier auf diesem Blog. Ich glaube, dass dies nicht nur interessant sondern auch für andere hilfreich sein wird.
Buen Díaz
Nachdem wir heute Morgen unsanft durch Hammer- & Meißelschläge geweckt wurden haben wir gegen 10 Uhr das Haus ohne bestimmtes Ziel verlassen. Für heute ab 9 Uhr hatten sich Handwerker angekündigt, um in der gesamten WG an der Heizung zu bauen. Eigentlich waren die Handwerker bereits gestern für 8 Uhr bestellt, aber wie es eben hier so ist. Entweder kommen sie oder sie kommen nicht, oder später. Also heute Morgen kamen sie und so war nicht mehr an ausschlafen zu denken. Nach unserem Quasi-«Morgenritual» im “Café Origen” in der Perú / Humberto 1˚ mit Cafe con leche und Medialunas, sind wir einfach mal die Perú weiter hoch in Richtung Stadtzentrum gelaufen.
Belgrano
Dort haben wir spontan beschlossen, in die Subte Linea D einzusteigen und bis zur Endstation “Congreso de Tucumán” zu fahren. Wir dachten, da steht das große Kongressgebäude, was wir noch nicht gesehen haben. Naja, falsch gedacht. Einen Blick auf die Karte hätte es uns gleich gesagt, aber Buenos Aires ist die perfekte Stadt um sich auch einfach mal treiben zu lassen. Nachdem wir also an der Endstation bemerkten, dass sich das gesuchte Gebäude ganz woanders befindet, sind wir nicht zurückgefahren. Stattdessen sind wir in die ruhigeren Seitenstraßen parallel zur Av. Cabildo eingebogen. Wir befanden uns gewissermaßen am letzten Ende des Barrios Belgrano. Auf der Hauptstraße sah es aus wie überall. Viele Autos, viele Geschäfte, viele Menschen, viel Lärm und kein Schatten weit und breit für L. Die Seitenstraßen hingegen sahen aber recht vielversprechend aus. So hatten wir beschlossen, diese entlang der Av. Cabildo zu erkunden und so langsam wieder in Richtung Zentrum zu schlendern. Dabei haben wir viele wundervolle Häuser und schöne, ruhige Alleen gesehen. Belgrano ist scheinbar auch eines der besseren Wohnquartiere. So sind wir die Av. Vuelta de Obligado vorbei am Plaza Belgrano Richtung Palermo gelaufen.
Shopping Day
Auf der Höhe der Av. Olazabal haben wir dann einen coolen Klamottenladen entdeckt und dort auch gleich so einige Sachen gekauft. Shopping in Buenos Aires ist wirklich ultra-geil. Überall sind Geschäfte, die man am liebsten leerkaufen möchte. Die Preise sind niedrig und die Klamotten “fancy”. Für Shopping-Süchtige ist Buenos Aires auf jeden Fall “tödlich”. In einem nette Café etwas weiter entlang der Straße hatten wir dann unser Mittagessen (Home Made Salad, sehr lecker) und einen weiteren Kaffee. Als wir nach einigem Fußmarsch endlich in Palermo ankamen haben wir dort gleich weiter geschoppt. Palermo Soho ist allerdings nicht mehr so preiswert, und viele der Sachen, die man dort findet, kann man auch in jeder europäischen Großstadt kaufen. Die Geschäfte kannten wir ja bereits, und so war es noch mal eine gute Gelegenheit, etwas genauer zu schauen. So wurde der Tag zu einem Einkauftag.
Street Art Buenos Aires
Im Sixfeet drückte uns der Verkäufer auch gleich noch einen Flyer für eine kleine Vernissage in die Hand, die heute gegen 20 Uhr stattfinden sollte. Die Vernissage über Streetart war ganz in der Nähe.

Nachdem wir den Laden gefunden hatten, sind wir erstmal was essen gegangen, da erst ab 20 Uhr dort was los sein würde und wir 8 Minuten zu früh da waren.
Es gehört zum guten Ton in Buenos Aires, eher zu spät oder gar nicht als zu früh zu kommen. Gegen 21 Uhr sind wir dann zurückgekehrt und haben einen ziemlich geilen Laden entdeckt. Das ganze Café/Bar war über und über mit Graffiti übersät. Sehr cool. Es war leider schon zu dunkel um Fotos davon zu machen. Im ersten Stock gab es dann die Vernissage mit der Graffiti-Kunst, die man auch gleich kaufen konnte. Wir werden den Laden die nächsten Tage noch mal besuchen. Dann gibt’s auch ein paar Fotos davon.
Heimfahrt
Mit diesen tollen Eindrücken sind wir, nachdem wir dann den Bus 39 gefunden hatten, zurück nach San Telmo gefahren. Auf der Santa Fe / Montevideo sind wir dann auch heute wieder in eine Demonstration geraten. Lauter Menschen mit Trommeln und Schüsseln, die ordentlich Radau gemacht haben. Hier wird scheinbar genauso viel oder mehr demonstriert wie in Berlin. Sehr lustig, das alles zu beobachten. Irgendwie haben wir dann auch noch die richtige Haltestelle in San Telmo verpasst und befanden uns plötzlich am Busbahnhof Constitución. Da ist es gegen 23 Uhr nicht mehr so lustig, aber es ging. Wir sind einfach mit dem Bus 39 ein paar Stationen zurück gefahren und den Rest gelaufen. Beim nächsten Mal müssen wir etwas besser aufpassen. Den Rest der Strecke sind wir dann nach Hause gelaufen.
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Getaggt: Buenos Aires, Essen&Trinken, Fotobeitrag, Palermo, San Telmo, Shopping
Heute sind wir mal extra nicht so spät nach Hause gekommen, um uns noch mal kurz auf’s Ohr zu legen bevor wir noch mal raus gehen. Nach einer kleinen Odysee mit dem Colectivo 39 (Wir wissen nun wo die Endstation ist.
) sind wir ziemlich geschafft zu Hause angekommen. Momentan hämmern straffe Beats eine Etage unter uns wie aus einem Club. Ich schließe daraus, dass wir entweder über einer DJ-Schule wohnen, denn es ist grad erst 21 Uhr, oder da unten ist tatsächlich ein Club versteckt. Nein, ich denke, da findet eher ein Konzert oder eine Feier statt, da die Stile zu krass wechseln. Das könnte man in einem Club so nicht bringen. Das mit dem kurz ausruhen fällt damit allerdings flach, denn bei der Lautstärke kann man nicht schlafen.
Wir sind heute zwar viel rumgekommen aber in bereits bekanntem Terrain. Mal wieder Palermo, Ortsteil Soho, weil wir dort einen Flohmarkt besuchen wollten. Heute hat er sich wieder in einem ganz anderen Licht gezeigt. Am Wochenende ist da ja echt die Hölle los. Entlang der Av. Honduras um die Plazoleta Cortazar war Kunsthandwerksmarkt (wie jeden Samstag, Sonntag und Feiertags) für allerlei Dinge. Es gibt unzählige Marktstände und entlang der Nebenstraßen bieten Leute Ihre Bastelwaren auf ausgebreiteten Tüchern auf den Gehsteigen an. Meist Hippie- und Ethnoware, die man nicht wirklich gebrauchen kann. Dazu sitzen zur gleichen Zeit unglaublich viele Menschen in den vielen umliegenden Cafés und Restaurants, während sich der Rest durch die Straßen schiebt. Es ist ganz nett, mal da durch zu schlendern, aber wirklich der Hammer ist es nicht. Ich hatte wahrscheinlich was anderes erwartet und wurde enttäuscht. Von der Szenerie erinnert es sogar ein bisschen an einen ganz “normalen”, spießigen Sonntag in Berlin-Prenzlauer Berg. Überall Kaffee-Tanten, Modeopfer und vor allem viel Schiki-Miki-Pseudo, wo das Auge hinsieht. Kaum wirklich interessante Menschen und viel Kommerz. Ich würde es eher nicht empfehlen, aber andere mögen es vielleicht. Unter der Woche ist das Viertel wesentlich ertragbarer. Ich bin froh, dass ich wieder in San Telmo bin.
Categories: Reise
Getaggt: Buenos Aires, Palermo
Nachdem wir heute Morgen die WaMa bestückt hatten sind wir erstmal frühstücken gegangen. Ganz argentinisch. Dazu gehört ein Kaffee (in unserem Fall Cappuccino Italiana) und Medialunas (wir hatten 5 davon). Medialunas sind kleine Croissant-Halbmonde. Die heute waren besonders gut, da sie so schön klietschig waren, und auch der Kaffee war eine Freude. Auch in BsAs war heute Karfreitag. Allerdings merkt man das kaum. Es war ein fast ganz normaler Tag.
Es läuft nur alles ein wenig ruhiger ab als sonst. Besonders merkt man das am Verkehr und an einigen geschlossenen Geschäften. Unser Supermarkt gleich hier um die Ecke hatte ganz normal geöffnet. Letztes Jahr zu Ostern in Madrid ging bereits ab Gründonnerstag nichts mehr. Die Stadt war wie ausgestorben und nur ein paar Touristen irrten durch die fast leere City, auf der Suche nach einem geöffnetem Restaurant oder ähnlichem. Hier ist das zum Glück nicht so. Wir waren ab Nachmittag ein wenig in der Gegend rund um die Av. Santa Fe und Cordoba unterwegs, und da hatten viele Geschäfte ganz normal offen. Von Ostern ist hier nicht so viel zu spüren. Eigentlich wollten wir heute in Palermo eine Grafitti-Ausstellung in einer Garage besuchen und danach das Quartier weiter erkunden. Palermo ist übrigens das größte Barrio der insgesamt 48 Stadtteile von BsAs. Bis wir das alles erkundet haben, wird wohl noch ein wenig Wasser den Puerto de la Plata herunterfließen. Für heute hatte das Wetter allerdings andere Pläne für uns. Nachdem wir es uns in einem Restaurant in der Av. Las Heras gemütlich gemacht hatten, zog unbemerkt ein Unwetter auf. Wir haben das zuerst nur im Fernseher des Restaurants gesehen und uns nicht viel dabei gedacht. Das Fernsehprogramm wurde extra dafür unterbrochen. Doch bereits nach kurzer Zeit sahen wir auch schon die pechschwarzen Wolken über uns hereinbrechen. Das ging sehr schnell. Plötzlich kam starker, böiger Wind auf und nur wenig später goss es aus allen Kübeln. Zum Glück waren wir drinnen. Die Temperatur fiel schlagartig von 30 Grad auf 25 Grad und innerhalb einer Stunde sank sie weiter auf 19 Grad. Man konnte das Geschehen live im Fernsehen verfolgen. Der einfache Blick durch die Fensterscheibe des Cafés war allerdings realer (siehe unten). Der März ist der feuchteste Monat im Jahr, heißt es. Für den heutigen Tag können wir das bestätigen. Bis jetzt hat es noch nicht aufgehört zu regnen. Morgen wird die Sache wieder anders aussehen. Der Sommer bleibt uns also erhalten.


Update: Ein TV-Bericht über den Tornado gestern in Buenos Aires findet sich hier: http://www.tn.com.ar/mm.aspx?id=853317
Categories: Reise
Getaggt: Buenos Aires, Essen&Trinken, Fotobeitrag, Palermo
Nass sind wir geworden auf den letzten paar Metern vom Bus zum Haus. Schon während der Busfahrt fing es heftig an zu regnen, so dass die Scheiben im Bus im Nu beschlagen waren. Heute war die Luftfeuchte im Vergleich zu den anderen Tagen extrem hoch, und zum Abend hin wurde es dann auch noch drückend schwül, so dass ein Gewitter wohl die logische Konsequenz war. Also, wenn es hier regnet, dann regnet es richtig. Die Straßen sind dann schlagartig frei von Fußgängern und der Colectivo noch voller als sonst. Gewitter in Buenos Aires ist ein echtes Spektakel. Schon nach wenigen Minuten schwollen links und rechts der Straßen die Wassermaßen zu kleinen Bächen an, und aus Schlaglöchern wurden plötzlich kleine Seen. Nach ca. 30 Minuten war alles wieder vorbei, und der Regen brachte eine wohltuende Abkühlung mit sich.
Der Tag an sich verlief sehr schön. Wir waren erst in Palermo Viejo einen unbekannten Bekannten besuchen und haben uns dann bei der Gelegenheit dessen schöne Wohnung angesehen und uns ein paar BsAs Tipps geben lassen. Von dort sind wir zu Fuß ins Museo de Arte Latinoamericano de Buenos Aires in der Av. Figueroa Alcorta 3415 (http://www.malba.org.ar) gelaufen. Von San Telmo fährt übrigens der Bus 130 direkt bis vor die Türe. Der elegante Neubau beherbergt eine recht interessante Sammlung zu moderner lateinamerikanischer Kunst. Die Sammlung umfasst z.B. Arbeiten von Antonio Berni, Fernando Botero, Martha Boto oder Julio De Para, um nur einige zu nennen. Allein das Gebäude (Innen wie Außen) ist bereits sehenswert, schon wenn man ein wenig für Architektur übrig hat. Der Eintritt ist mittwochs übrigens immer frei und das Museum hat von 12:00 bis 21:00 Uhr geöffnet. Von Donnerstag bis Montag und an Feiertagen ist bis 20:00 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt dann 14 Pesos. Dienstag ist das Museum geschlossen. Für Argentinien- und Kunstinteressierte ist ein Besuch des Museums empfehlenswert.
Das MALBA in Buenos Aires:

Bereits gestern haben wir im Centro Cultural Recoleta (http://www.centroculturalrecoleta.org) verschiedene Ausstellungen gesehen. U.a. eine Fotoausstellung von Adriana Lestido. Die Fotoausstellung von Gustavo Miguel Germano hat uns am besten gefallen. Dieser hat Szenen aus alten (Familien-)Fotos an den Originalschauplätzen mit den damals abgebildeten Personen nachgestellt, sofern das noch möglich war. Dabei sind teilweise sehr melancholische Aufnahmen entstanden. Sehr sehenswert. Bei allen Ausstellungen waren jeweils die Künstler anwesend.

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Getaggt: Buenos Aires, Fotobeitrag, Kunst, Palermo, Recoleta
¡Buenos días Du Wunderschöne! Nachdem wir gestern Abend leider nicht mehr duschen konnten, weil die Wasserzisterne so gut wie leer war, mussten wir das heute Morgen nachholen. Es gab allerdings nur kaltes Wasser was aber bei dem Wetter hier eine ganz angenehme Sache ist.
Irgendwie wurde in der WG zu viel Wasser verbraucht aber 1x duschen pro Tag, am besten abends, ist schon dringend notwendig. Die Sonnencreme zusammen mit dem Schmutz der Stadt haftet am Körper wie Pech und Schwefel.
Nachdem wir gestern ein kulinarisches Highlight erleben konnten, sind wir sehr gespannt welche (Gaumen)Freuden uns heute so erwarten. Man könnte vermuten, dass wir wohl von dem argentinischen Nationalgericht “Parilla” schwärmen, die wir auch schon gegessen haben. Aber nein. Es handelt sich schlicht und ergreifend um ein italienisches Gericht. Die “Orecchiette Carbonara”, die wir in einem Restaurant in Las Cañitas hatten, war wirklich ausgezeichnet. Das Restaurant “Novecento” in der Avenida Báez 199 ist sehr zu empfehlen. Die Bedienung ist äußerst freundlich und zuvorkommend, die Karte übersichtlich und erlesen. Die Preise in Las Cañitas sind generell recht hoch. In Berlin hätten wir jedoch für so ein Essen mit allem Drum und Dran das doppelte bezahlt. So sind 175 Pesos, inklusive Trinkgeld und mehrerer Getränke plus Espresso und Salat als Starter, für zwei Personen nicht zu teuer. Einziges Manko war allerdings der Kaffee danach. Das scheint hier aber ein generelles “Problem” zu sein. Wirklich guten Kaffee haben wir hier noch nicht getrunken. Nun aber auf in den Tag. Wir gehen heute ins MALBA, dem Museum für lateinamerikanische Kunst in Buenos Aires und schauen mal was der Tag sonst noch so bringt.
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Getaggt: Buenos Aires, Essen&Trinken, Fotobeitrag, Las Cañitas, Palermo
Für heute stand nichts Konkretes auf dem Plan. Mal einfach nur so durch die Stadt zu treiben hat seinen Reiz und schauen was sich so ergibt. So sind wir zu Fuß von San Telmo ins Nachbarquatier Monserrat gelaufen und haben uns dort zum Plaza de Mayo durchgeschlagen und uns bei der Gelegenheit den roten Präsidentenpalast angeschaut. Auf dem Platz fand zur gleichen Zeit eine Demonstration statt. Wir konnten allerdings nicht genau ausmachen wofür oder wogegen die Demonstration gerichtet war.
Von dort sind wir dann weiter nach Microcentro, dem Börsen- und Geschäftszentrum von Buenos Aires gelaufen. Dort herrschte reger Betrieb, und auf den Gehsteigen ging es nur sehr schleppend voran. In einem Kaffee haben wir das Treiben eine Weile lang beobachtet und sind dann mit dem Bus 111 in Richtung Palermo aufgebrochen.
Busfahren in BsAs ist eine sehr spezielle Angelegenheit und eine tolle Möglichkeit, die Stadt zu entdecken.
Als unwissender Tourist sollte man sich unbedingt den Busfahrplan Guia “T” für die Hosentasche besorgen. Ein wertvolles Instrument für den Großstadtdschungel. Ohne diesen Plan ist es so gut wie unmöglich, gezielt durch BsAs zu fahren. Um ihn zu kaufen (4 Pesos), sollte man einfach an verschiedenen Zeitungsständen nachfragen, aber nicht jeder hat diesen im Angebot. Nun heißt es Haltestelle suchen. Hat man sie gefunden sollte man zusehen, dass man noch in den Bus kommt. Gerade am Nachmittag und Abend sind diese oft überfüllt. Manchmal kommen aber gleich mehrere Busse der selben Linie auf einmal. Das Ein- und Aussteigen gestaltet sich recht ruppig, und man sollte zusehen das man schnell zusteigt, da die Busfahrer - noch während Gäste ein- oder aussteigen - bereits wieder anfahren.
So ist es keine Seltenheit, dass Fahrgäste brüllen, dass sie auch noch aus- bzw. einsteigen wollen. Ist man eingestiegen, sagt man dem Fahrer entweder wohin man möchte, also die Station, oder für wieviel Pesos man fahren möchte. Der Preis richtet sich dann nach den gefahrenen Stationen. Für einen Pesos kann man bereits sehr weit fahren und Fahrpreise von mehr als 1 1/2 Pesos haben wir bisher nicht gesehen. Für den Automaten braucht man auf jeden Fall Münzen. Mit Scheinen sollte man erst gar nicht versuchen einzusteigen. Das ganze Bussystem funktioniert nur mit Münzen! Die Münzen schmeißt man dann einfach in den Automaten und erhält so sein Ticket.
Irgendwo in Palermo, wo es interessant aussah, sind wir dann ausgestiegen. Nach kurzem Kartencheck haben wir uns für die Erkundung von Palermo-Soho entschieden, das quasi bereits vor uns lag. Nach ein paar Straßen standen wir plötzlich in der wundersamen Welt von Palermo-Soho.
Hier findet der Buenos Aires Style Ausdruck in einem ganzen Viertel. Hier gibt es so viele stylische Modeläden, Boutiquen, Cafes und Bars, Interior-Geschäfte und Galerien, dass man fast schon überfordert wird. Jedes Geschäft präsentiert sich auf seine ganz spezielle Art und Weise, und so kann man hier wahnsinnig viele schöne große und kleine Dinge entdecken. Man fühlt sich auf Anhieb wohl in diesem Quartier, das so ganz anders ist als die Viertel, die wir bisher gesehen haben. Hier scheint die Welt in Ordnung, und das Leben läuft in ruhigeren und leiseren Tönen ab. Jedenfalls kann man das für die Zeit tagsüber sagen. Eine nächtliche Erkundungstour steht allerdings noch aus.
Bilder aus Palermo-Soho:





Categories: Reise
Getaggt: Buenos Aires, Fotobeitrag, Microcentro, Palermo, Reisevorbereitung, Shopping, Style
Am Abend des 15. haben wir uns dann durch die Santa Fe Av. bis nach Palermo durchgeschlagen. Ein langer Weg. Dort sind wir direkt in das Ausgeh- und Shoppingviertel gegangen. Das Quartier gehört zu Palermo und umfasst nur ein paar wenige Straßen aber die haben es in sich. Überall Restaurants und Bars mit sehr, sehr vielen Plätzen an frischer Luft. Wir kamen kurz vor Einbruch der Dunkelheit dort an und konnten uns so noch einen kleinen Überblick bei Tageslicht verschaffen. Ab ca. 21 Uhr erwachte das ganze Viertel zum Leben und die Restaurants waren nicht länger leer.
Ich hätte davon gern eine Zeitrafferaufnahme gemacht. Es ist unbeschreiblich wie sich das Viertel bei Nacht präsentiert und zum Leben erwacht. Man kann es vielleicht am ehesten noch mit der Simon-Dach-Str. in Berlin-Friedrichshain vergleichen aber irgendwie auch wieder nicht. Las Cañitas hat viel mehr Bars und Kneipen und macht insgesamt einen edleren Eindruck.
Die Preise hier sind auch teurer als für Buenos Aires insgesamt, fast Berlin-Niveau. Hier heißt es Sehen und Gesehen werden und so manche seltsame Gestalt kreuzte unseren Weg. Das war sehr spannend zu beobachten. Wir haben dann dort knapp 2h in einem Restaurant verbracht und lecker gegessen und dabei interessante Kontakte gemacht. U.a. hat uns ein Pärchen aus Deutschland/Spanien angesprochen, weil sie merkten dass wir Deutsche sind und baten uns ihre Hilfe an, einfach so. Schon etwas komisch aber es entwickelte sich ein sehr interessantes Gespräch über die Stadt und was man so alles machen kann. Sie fragten uns auch ob wir hier leben wollten? Sie wären seit 3 Monaten da. Nun momentan sind wir nur zum Urlaub hier. Der Mann meinte, dass es mit unserer Qualifikation kein Problem sei hier unterzukommen. Man könne sich auch komplett in der deutschen Community bewegen, die in Buenos Aires wohl sehr groß sei. Man geht von mehr als 60.000 Deutschen in und um Buenos Aires aus. Ja aber wer will das schon. Wir sind ja hier um Land und Leute zu entdecken und nicht um unter unseresgleichen zu sein. Wir haben aber Telefonnummern getauscht. Die Hilfe könnte noch sehr nützlich sein.
Nach San Telmo haben wir dann aufgrund der großen Entfernung den Bus 39 genommen. Dieser fuhr von der Subte Palermo. Wir sahen wohl so hilflos aus, das uns ein einheimisches, junges Pärchen fragte ob wir Hilfe bräuchten. Total nett. Sie haben uns erzählt wie das mit dem Busfahren funktioniert und empfahlen die Linie 39 nach San Telmo zu nehmen. Die beiden haben gewartet bis der Bus kam und so hatten wir Gelegenheit für ein ausführliches Gespräch. Beide sind Porteños, so nennt man die Einheimischen der Stadt, und beide arbeiten in jeweils unterschiedlichen Verlagen im Kunst- und Kulturbereich in Buenos Aires. Sehr spannend. Das Mädchen ging sogar auf eine deutsche Schule. So konnten wir englisch und deutsch reden. Das war total cool und hilfreich. Unglaublich, die ganze Stadt macht diesen netten, unkomplizierten, hilfsbereiten Eindruck und wir haben bisher nur tolle Erfahrungen mit Einheimischen gemacht. Ein anderer Mann wies uns dann im Bus hin wann wir aussteigen sollten, da die nächsten Stationen weder angeschrieben, noch ausgerufen werden. Man muss eben selber wissen wo man raus muss. Der Mann hatte Freunde in Hamburg, sprach aber kein Deutsch und auch nur schlecht Englisch aber irgendwie kann man sich trotzdem mit den Leuten verständigen. Das ist irgendwie ganz merkwürdig wunderbar. Die Busfahrt dauerte so ca. 40 Minuten. Da konnten wir gleich noch was von der Stadt mitnehmen. Nach Mitternacht waren wir dann wieder in San Telmo und sind sonnenverbrannt, erschöpft aber sehr glücklich ins Bett gefallen.
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Getaggt: Buenos Aires, Essen&Trinken, Fotobeitrag, Las Cañitas, Palermo
Für heute, den 15. März hatten wir uns eine lange Fuß-Tour entlang des Hafens und der Küste vorgenommen. Der Plan war von San Telmo über Retiro, Recoleta nach Palermo zu laufen und dabei links und rechts des Weges die Stadt zu endecken. Das haben wir auch aber wir haben ein wenig die Entfernungen unterschätzt. Von San Telmo sind wir in den Parque Natural y Zone de Reserva Ecologica Costanera Sur gelangt, der wirklich riesig ist. Bei sengender Hitze sind wir zur besten Mittagszeit durch die Sonne und den Park gegangen. Das Resultat ist wohl jedem klar. Der Park ist aber wirklich schön und lädt besonders zum Radfahren und Schlendern ein. Wenn man mittendrin ist kann man von weitem die Skyline von Buenos Aires sehen.

Von dort sind wir zum super-chicen und modernen Hafenviertel Puerto Madero gelaufen und haben da erst mal etwas verschnauft bei Kaffee und Kuchen. Es war inzwischen auch schon 15 Uhr geworden. Dort haben wir eine interessante Endeckung gemacht. An eines der Hafenbecken stehen zwei Kräne aus der ehemaligen DDR. Wie die wohl nach Argentinien kamen?



Von hier an konnten wir unserer Route nicht mehr treu bleiben. Links und rechts gab es soviele interessante Dinge die ad hoc erkundet werden wollten. So sind wir an einem kleinen Laden vorbeigeschlendert der coole Kleinigkeiten zum Kauf anbot. Hier gab es u.a. ziemlich krasse Kalebassen und Bombillas. Krass, weil sie sehr schrill und bunt waren. Mit diesem Zubehör können wir nun unseren Mate-Tee stilecht trinken.
Wenig später haben wir ein Gebäude gefunden wo auffällig viele Jugendliche rein und raus strömten. Einer krasse gestylt wie der nächste. Den Stil würde ich als Punk-Techno-Hiphop-Skaterstyle beschreiben. D.h. viele punkartige Frisuren, Piercings und Tattoos gemischt mit Hiphop- und Streetwearelementen. Sehr spannend. Das Gebäude in das sie wie Pilger zum Schrein strömten war eine Einkaufsmeile wie sie interessanter nicht sein konnte. Überall coole Graffiti und Tags an den Wänden und Klamotten- und Headshops sowie Piercing- und Tattoostudios. Und überall junge Leute die wie Ameisen durch das mehrstöckige Gebäude strömten oder in Gruppen zusammenkamen. Ich habe einen Blog gefunden der einen recht guten Einblick in das Gebäude liefert allerdings ohne Leute. Ich werde die nächsten Tage sicher dahin zurückkehren und das Treiben in der “Galeria Bond Street” fotografieren. Die Gegend rund um dieses Gebäude machte ebenfalls einen sehr spannenden Eindruck. Buenos Aires rockt!!!
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Getaggt: Buenos Aires, Fotobeitrag, Palermo, Puerto Madero, Recoleta, Retiro, San Telmo, Style