Smile for me Argentina

Einträge mit dem TagRecoleta

Ausflug nach Tigre oder ein Abenteuer in 7 Akten

März 25, 2008 · No Comments

Flussaufwärts

Tigre ist eine nordwestlich am Rande des Ballungsraums Buenos Aires gelegene Stadt, die den Porteños hauptsächlich als Naherholungsgebiet dient. Tigre liegt sehr nah am Delta des Río de la Plata und eignet sich zudem perfekt für einen Tagesausflug ohne Übernachtung.

Rio de la Plata Delta bei Tigre nahe BsAs in Argentinien

Lass uns den Bus nehmen

Der Plan war, spätestens gegen 10:30 Uhr in den Bus 60 zu steigen und direkt nach Tigre zu fahren. Naja, direkt war es nicht, da der Bus vorher durch die halbe Stadt fährt, aber da wir das alles noch nicht kannten, war der Bus für uns eine gute Wahl. Es gibt grundsätzlich drei Wege um von BsAs nach Tigre zu gelangen. Der bequemste und schnellste ist der Direktzug vom Bahnhof Retiro. Eine einfache Fahrt kostet 1,10 AR$ und man kommt genau da an wo man als Tourist hin möchte. Ein weitaus schönerer Weg, wegen der Aussicht, ist es, den Zug von Retiro nach Bartolomé Mitre zu nehmen, um dort in den “Tren de la Costa” zu wechseln. Wir haben uns jedoch für die Abenteuervariante entschieden und wollten den Bus nehmen. Es stellte sich jedoch heraus, das es nicht so einfach ist, den “richtigen” Bus zu erwischen, wenn man sich nicht auskennt. Der Guia “T” führt unter der Busnummer 60 eine Vielzahl von Busstrecken auf, von der nur eine wirklich nach Tigre führt. Da wir das nicht vermuteten, sind wir prompt erst einmal in den falschen Bus eingestiegen. Der Busfahrer erklärte uns dann aber auf Spanisch, dass wir nach einem Bus mit einem “C” ausschauhalten sollten. An der nächsten Ecke hat er uns dann wieder aussteigen lassen, um den korrekten Bus zu finden. Finden ist übrigens genau das richtige Wort, denn man sucht in BsAs tatsächlich immer nach den Haltestellen und diese können unglaublich gut versteckt sein. Busfahren(lernen) braucht seine Zeit. Ich glaube, wenn man die am häufigsten benötigten Strecken öfter gefahren ist, wird es einfacher, aber die Linie 60 war total neu für uns.

Constitución

Da wir nicht noch mehr Zeit mit der Suche verlieren wollten, sind wir gleich nach “Constitución” gelaufen. Da gibt es einen riesigen Busbahnhof und der ganze Platz ist furchtbar geschäftig und urban. Dort geht es zu wie auf einem Ameisenhaufen.

Subte und Busbahnhof “Constitución” in Buenos Aires

Ich wusste, dass der Bus definitiv irgendwo dort fahren musste, da ich diesen Tipp von einer unserer WG-Mitbewohnerin erhalten hatte. Die Haltestelle für die Linie 60 war relativ bald gefunden, und so standen wir mit anderen in einer Schlange für den 60er.

Hinweistafel am Busbahnhof “Constitución” in Buenos Aires

Ausgang der Subte “Linea C” am Busbahnhof Constitución in Buenos Aires

Eine Frau rennt zu Ihrem Bus am Busbahnhof Constitución in Buenos Aires

Tigre? Tigre?

Zur Sicherheit haben wir jemanden gefragt, welcher der vielen Busse denn nun auch in Tigre hält. Nach weiteren 20 Minuten war einer dabei mit der Nummer 60 und einem “C” vorne dran. Der Busfahrer bestätigte glücklicherweise auch, das er nach Tigre fährt. Puhh, geschafft! Um kurz nach 12 Uhr saßen wir nun endlich im richtigen Bus. (Ticket kostete 1,60 AR$). Uns war vollkommen klar, dass nun eine ziemlich lange Busfahrt vor uns liegen würde, aber das wollten wir ja so. Der Bus fährt die Strecke nach Tigre (ca. 30 km mit dem Zug) nicht direkt sondern mitten durch die Metropole und durch schwerstem Verkehr. Unglaublich, was sich auf den Straßen von BsAs so abspielt. Bei “wenig” Verkehr braucht man dafür so ca. 1 Stunde und 45 Minuten. Wir brauchten 2,5 Stunden für das Ganze. Zwischendrin wurden wir durch einen fliegenden Händler unterhalten, der während der Fahrt Socken aus argentinischer Produktion zum Kauf anbot. Dies tat er sehr zurückhaltend und charmant, aber wie brauchten leider grad keine Socken.

Wie weit ist es noch?

Die Fahrt war sehr spannend, aber länger hätte sie nicht mehr dauern dürfen. Irgendwann kann man nicht mehr sitzen, und bei dem heißen Wetter und dieser Luftfeuchte ist man in einem nicht klimatisierten Bus ziemlich schnell durchgeschwitzt. Der Busfahrer war so nett und gab uns ein Zeichen, wann wir aussteigen sollten. Es ist übrigens ziemlich empfehlenswert, den Busfahrer darum zu bitten. Selbst die Porteños machen das, da auch sie mit dem ganzen Buswirrwar manchmal so ihre Probleme haben.

Tigre und das Delta

In Tigre angekommen, haben wir uns erst mal in einem Restaurant zur Stärkung niedergelassen. Vor allem Durst hatten wir beide sehr. Nach dieser Pause wollten wir uns Tigre ansehen und vor allem eine dieser Delta-Bootsfahrten machen. Es gibt unzählige Gesellschaften, die diese Rundfahrten anbieten, aber wirklich urig sind nur die Bootsbusse. Das sind relativ kleine Holzboote, die wie Busse auf den Wasserstraßen des Deltas verkehren.

Typisches Busboot im Delta des Rio bei Tigre in Argentinien

Busboot dienen nicht nur dem Transport sondern auch der Versorgung der Einheimischen im Rio de la Plata Delta bei Tigre nahe BsAs

Busboot in Tigre am R�o de la Plata Delta nahe Buenos Aires

Man muss wissen, dass das Delta aus zusammengefasst ca. 10.000 km Kanälen, Flussarmen, Bächen und Inseln besteht. Die Leute, die dort wohnen werden mit diesen Schiffen versorgt, und erhalten so z.B. Ihre Post oder deren Kinder fahren mit diesen Schiffen in die Schule auf eine andere Insel. Eine Fahrt auf diesen Kanälen ist sehr empfehlenswert, auch wenn man als Tourist nur einen Bruchteil des Deltas zu sehen bekommt. (Kostenpunkt: 13 AR$)

Haus mit Steg im Rio de la Plata Delta bei Tigre nahe BsAs

Im Delta des Rio de la Plata bei Tigre nahe Buenos Aires

Typisches Wassergrundstück mit Haus im Rio de la Plata Delta nahe der Stadt Tigre in Argentinien

Typisches Wassergrundstück mit Haus im Rio de la Plata Delta nahe der Stadt Tigre in Argentinien

Wenn man mehr sehen wollte, müsste man vielleicht mal dort irgendwo übernachten und gegebenenfalls ein eigenes Boot chartern. Uns reichte aber die ca. 1-stündige Fahrt durch das Delta vollkommen. Man fährt an vielen schönen und alten Häusern vorbei und ahnt sofort, was das wohl mal für eine mondäne Gegend gewesen sein muss. Sie ist es immer noch, aber die Hochzeit hat Tigre wohl Anfang des vergangen Jahrhunderts erlebt, als BsAs noch eine sehr reiche Stadt war.

Altes Haus im Rio de la Plata Delta bei Tigre nahe BsAs in Argentinien

Luxushotel im R�o de la Plata Delta bei Tigre nördlich von BsAs in Argentinien

Heute boomt es dort wieder aber das alte Niveau wird sicher so schnell nicht erreicht werden. Viele Häuser können dort gekauft oder gemietet werden. Andere sind so morsch, dass man sie wohl nur noch abreisen kann bzw. die Natur das bereits erledigt hat. Daneben findet man Hotels und Restaurants links und rechts der Inseln. Auf halber Strecke mussten wir dann in ein anderes Boot wechseln, das uns wieder auf demselben Weg zurück zum Schiffsanleger bringen würde. Dort angekommen, haben wir Tigre zu Fuß weitererkundet. Ich glaube, mit dem Rad könnte man dort noch einiges anstellen, aber so ohne alles ist es dort relativ langweilig, und die Bootsfahrt auf dem Delta ist wohl das spannendste, was Tigre für Tagestouristen zu bieten hat. Tigre ist ganz anders wie BsAs, sehr ordentlich, ruhig und gepflegt und irgendwie amerikanisch aber vor allem sehr touristisch. Wer dort eine naturbelassene Umwelt sucht, wird enttäuscht sein. Das Delta ist bestens erschlossen, und Umweltschutz scheint auch hier kein ernst zu nehmendes Thema zu sein. Es ist anzunehmen, dass noch immer alles im Fluss landet, obwohl das Delta an sich einen “normalen” Eindruck macht. Ab und an sah man sogar Leute im Fluss baden. Für Europäer kommt das wohl eher nicht in Frage.

Einheimische beim Baden am Ufer des Rio de la Plata bei Tigre in Argentinien

Heimfahrt

Für die Heimfahrt mussten wir unfreiwillig den direkten Weg mit dem Zug wählen. Dabei mussten wir feststellen, dass der schöne (Um-)Weg über Bartolomé Mitre nur von BsAs aus möglich ist. Ist man bereits in Tigre kann man nur den direkten Zug nach Buenos Aires nehmen. Das war aber nicht so schlimm, denn wir waren ohnehin so müde, dass der direkte Weg der offensichtlich Beste für uns war. Vielleicht nehmen wir ein andermal den “Tren de la Costa”, um uns von dessen Schönheit zu überzeugen. Zug fahren ist ja so billig hier. Der Zug war in Tigre anfangs noch ziemlich leer. Das änderte sich aber mit jedem neuen Halt des Zuges, mit dem wir Buenos Aires näher kamen. So war der Zug alsbald ziemlich voll, und nach ca. 40-minütiger Fahrt sind wir dann in Retiro angekommen.

Ankunft mit dem Zug am Bahnhof Recoleta aus Tigre kommend

Dort haben wir dann die Subte Linea C in Richtung Constitución genommen. Eigentlich wäre Constitución der kürzeste Weg zu uns nach Hause. Wir meiden den Bahnhof allerdings nach Einbruch der Dunkelheit, da sich dort oftmals komische Gestalten rumtreiben, und man häufig von Überfällen aus der Gegend hört. Sich dort nachts als Tourist aufzuhalten, ist quasi eine Einladung für einen Überfall. So sind wir eine Station früher ausgestiegen und haben lieber den etwas längeren Fußweg in Kauf genommen. BsAs ist an sich eine sichere Stadt, so sicher wie Metropolen eben sein können. Es gibt allerdings einige Straßen und Plätze, die man nachts besser meiden sollte. Wenn man das weiß, ist BsAs ziemlich easy. Wir lieben diese Stadt!

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Das MALBA, Palermo und der Regen

März 19, 2008 · No Comments

Gewitter in Buenos Aires nach einem schwülen TagNass sind wir geworden auf den letzten paar Metern vom Bus zum Haus. Schon während der Busfahrt fing es heftig an zu regnen, so dass die Scheiben im Bus im Nu beschlagen waren. Heute war die Luftfeuchte im Vergleich zu den anderen Tagen extrem hoch, und zum Abend hin wurde es dann auch noch drückend schwül, so dass ein Gewitter wohl die logische Konsequenz war. Also, wenn es hier regnet, dann regnet es richtig. Die Straßen sind dann schlagartig frei von Fußgängern und der Colectivo noch voller als sonst. Gewitter in Buenos Aires ist ein echtes Spektakel. Schon nach wenigen Minuten schwollen links und rechts der Straßen die Wassermaßen zu kleinen Bächen an, und aus Schlaglöchern wurden plötzlich kleine Seen. Nach ca. 30 Minuten war alles wieder vorbei, und der Regen brachte eine wohltuende Abkühlung mit sich.

Der Tag an sich verlief sehr schön. Wir waren erst in Palermo Viejo einen unbekannten Bekannten besuchen und haben uns dann bei der Gelegenheit dessen schöne Wohnung angesehen und uns ein paar BsAs Tipps geben lassen. Von dort sind wir zu Fuß ins Museo de Arte Latinoamericano de Buenos Aires in der Av. Figueroa Alcorta 3415 (http://www.malba.org.ar) gelaufen. Von San Telmo fährt übrigens der Bus 130 direkt bis vor die Türe. Der elegante Neubau beherbergt eine recht interessante Sammlung zu moderner lateinamerikanischer Kunst. Die Sammlung umfasst z.B. Arbeiten von Antonio Berni, Fernando Botero, Martha Boto oder Julio De Para, um nur einige zu nennen. Allein das Gebäude (Innen wie Außen) ist bereits sehenswert, schon wenn man ein wenig für Architektur übrig hat. Der Eintritt ist mittwochs übrigens immer frei und das Museum hat von 12:00 bis 21:00 Uhr geöffnet. Von Donnerstag bis Montag und an Feiertagen ist bis 20:00 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt dann 14 Pesos. Dienstag ist das Museum geschlossen. Für Argentinien- und Kunstinteressierte ist ein Besuch des Museums empfehlenswert.

Das MALBA in Buenos Aires:

Das MALBA in Buenos Aires

Bereits gestern haben wir im Centro Cultural Recoleta (http://www.centroculturalrecoleta.org) verschiedene Ausstellungen gesehen. U.a. eine Fotoausstellung von Adriana Lestido. Die Fotoausstellung von Gustavo Miguel Germano hat uns am besten gefallen. Dieser hat Szenen aus alten (Familien-)Fotos an den Originalschauplätzen mit den damals abgebildeten Personen nachgestellt, sofern das noch möglich war. Dabei sind teilweise sehr melancholische Aufnahmen entstanden. Sehr sehenswert. Bei allen Ausstellungen waren jeweils die Künstler anwesend.

Gustavo Miguel Germano im Centro Cultural Recoleta Buenos Aires

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Cementerio de la Recoleta

März 18, 2008 · No Comments

Frau mit Hund Mausoleum auf dem Friedhof in Recoleta Buenos AiresKein Besucher von Buenos Aires kommt daran vorbei, wenn er Argentinien ernsthaft kennenlernen möchte. Der einzigartige Friedhof im Herzen von Recoleta ist auch weit mehr als nur eine schnöde Touristenattraktion. Man sagt, dass dort die gesamte Geschichte Argentiniens begraben liegt. Schriftsteller, Präsidenten, Industrielle etc. aus längst vergangenen Zeiten fanden hier ihre meist pompöse, letzte Ruhestätte. Der Friedhof erstreckt sich über ein ziemlich großes Gelände. Den Haupteingang findet man in der Avenida Junin. Die Verkehrsanbindung mit der Subte bzw. Colectivo sind ausgezeichnet und ein Besuch des Friedhofs ist kostenlos. Wir sind mit dem Bus 29 bis Avenida Cordoba und Callao gefahren und sind den Rest dorthin gelaufen. Am Eingang des Friedhofs kann man eine Übersichtskarte mit allen “wichtigen” Grabstätten kaufen. Dieser kann ziemlich nützlich sein, wenn man es genauer wissen möchte. Ansonsten lohnt es sich, auch einfach nur so durch die Gänge und Wege zu schlendern und die monumentalen Gruften und Mausoleen auf sich wirken zu lassen. Blick auf Buenos Aires vom Friedhof in RecoletaDabei kann man wirklich großartige Perspektiven genießen und so manches (Bau-)Meisterwerk entdecken, das entweder durch seinen Gigantismus oder inzwischen morbiden Charme auf sich aufmerksam macht. Der Totenkult in Argentinien unterscheidet sich nicht grundsätzlich zu unserem, denn auch in Europa lassen sich solche außergewöhnlichen Friedhöfe finden. Man kann jedoch für uns etwas merkwürdige Szenen beobachten: z.B. Leute, die in ihre oft tiefen Familiengruften absteigen, um dort dann (wahrscheinlich) ihrer Toten zu gedenken. Eigentlich sah und hörte sich alles aber eher nach einer lebhafte (Familien-)Versammlung an, aber das sind nur Mutmaßungen. Vielleicht war auch einfach nur Putztag und man hielt Smalltalk. Putztag in einem der vielen Mausolen auf dem Friedhof in Recoleta Buenos AiresDer Friedhof wird auch heute noch regelmässig für Bestattungen genutzt. Die letzte uns aufgefallene Bestattung fand im Jahr 2003 statt. Auf diesen Friedhof werden ohnehin nur Menschen von besonderer Bedeutung bestattet. Die meisten Besucher kommen auch hauptsächlich nur wegen IHR. So wundert es kaum, dass man am Mausoleum von María Eva Duarte de Perón (Evita) nicht ganz allein ist. Das Grabmal sieht im Vergleich zu den vielen anderen recht unauffällig aus und ohne zu fragen, hätten wir es wahrscheinlich auch nicht gefunden. Das Innere eines Mausoleums auf dem Friedhof in RecoletaUm den Friedhof ranken sich auch so manche Schauergeschichten, wie die des ehemaligen Friedhofsnachtwächters David Olano aus dem Jahre 1910. Der italienische Einwanderer war so besessen von der Idee ebenfalls dort bestattet zu werden, das er bis zur Erschöpfung arbeitete, um genügend Geld für eine Parzelle zu sparen. Als er das Geld endlich zusammen hatte war sein Mausoleum bereits bis ins kleinste Detail geplant. Nur kurze Zeit nachdem alles weitere arrangiert war, beging er Selbstmord. Man sagt, dass er noch heute jede Nacht seine Runde durch den Friedhof geht, und man dabei seine Schlüssel klappern hört. Geschichten wie diese gibt es viele und ich kann jedem einen Besuch des Friedhofs nur empfehlen. Sehr eindrücklich und geschichtsträchtig. Ganz besonders beliebt scheint der Friedhof bei Katzen zu sein. Auf dem ganzen Gelände wimmelt es nur so von Katzen, die im Schatten dösen und sich ab und zu von Besuchern streicheln lassen.

Hier ein paar weitere Eindrücke:

Friedhof in Ricoleta Buenos Aires 1

Friedhof in Ricoleta Buenos Aires 2

Friedhof in Ricoleta Buenos Aires 3

Friedhof in Ricoleta Buenos Aires 4

Friedhof in Ricoleta Buenos Aires 5

Friedhof in Ricoleta Buenos Aires 6

Friedhof in Ricoleta Buenos Aires 7

Friedhof in Ricoleta Buenos Aires 9

Friedhof in Ricoleta Buenos Aires 8

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Impressionen einer Stadt

März 15, 2008 · No Comments

Für heute, den 15. März hatten wir uns eine lange Fuß-Tour entlang des Hafens und der Küste vorgenommen. Der Plan war von San Telmo über Retiro, Recoleta nach Palermo zu laufen und dabei links und rechts des Weges die Stadt zu endecken. Das haben wir auch aber wir haben ein wenig die Entfernungen unterschätzt. Von San Telmo sind wir in den Parque Natural y Zone de Reserva Ecologica Costanera Sur gelangt, der wirklich riesig ist. Bei sengender Hitze sind wir zur besten Mittagszeit durch die Sonne und den Park gegangen. Das Resultat ist wohl jedem klar. Der Park ist aber wirklich schön und lädt besonders zum Radfahren und Schlendern ein. Wenn man mittendrin ist kann man von weitem die Skyline von Buenos Aires sehen.

Parque Natural y Zone de Reserva Ecologica Costanera Sur nahe San Telmo

Von dort sind wir zum super-chicen und modernen Hafenviertel Puerto Madero gelaufen und haben da erst mal etwas verschnauft bei Kaffee und Kuchen. Es war inzwischen auch schon 15 Uhr geworden. Dort haben wir eine interessante Endeckung gemacht. An eines der Hafenbecken stehen zwei Kräne aus der ehemaligen DDR. Wie die wohl nach Argentinien kamen?

Kräne aus der ehemaligen DDR in Buenos AiresNahaufnahme DDR-Kran in Buenos AiresAufnahme eines DDR-Krans in Buenos Aires

Von hier an konnten wir unserer Route nicht mehr treu bleiben. Links und rechts gab es soviele interessante Dinge die ad hoc erkundet werden wollten. So sind wir an einem kleinen Laden vorbeigeschlendert der coole Kleinigkeiten zum Kauf anbot. Hier gab es u.a. ziemlich krasse Kalebassen und Bombillas. Krass, weil sie sehr schrill und bunt waren. Mit diesem Zubehör können wir nun unseren Mate-Tee stilecht trinken. :-)

Wenig später haben wir ein Gebäude gefunden wo auffällig viele Jugendliche rein und raus strömten. Einer krasse gestylt wie der nächste. Den Stil würde ich als Punk-Techno-Hiphop-Skaterstyle beschreiben. D.h. viele punkartige Frisuren, Piercings und Tattoos gemischt mit Hiphop- und Streetwearelementen. Sehr spannend. Das Gebäude in das sie wie Pilger zum Schrein strömten war eine Einkaufsmeile wie sie interessanter nicht sein konnte. Überall coole Graffiti und Tags an den Wänden und Klamotten- und Headshops sowie Piercing- und Tattoostudios. Und überall junge Leute die wie Ameisen durch das mehrstöckige Gebäude strömten oder in Gruppen zusammenkamen. Ich habe einen Blog gefunden der einen recht guten Einblick in das Gebäude liefert allerdings ohne Leute. Ich werde die nächsten Tage sicher dahin zurückkehren und das Treiben in der “Galeria Bond Street” fotografieren. Die Gegend rund um dieses Gebäude machte ebenfalls einen sehr spannenden Eindruck. Buenos Aires rockt!!!

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