Smile for me Argentina

Einträge mit dem TagStyle

Eine Busfahrt, die ist lustig…

März 17, 2008 · No Comments

Für heute stand nichts Konkretes auf dem Plan. Mal einfach nur so durch die Stadt zu treiben hat seinen Reiz und schauen was sich so ergibt. So sind wir zu Fuß von San Telmo ins Nachbarquatier Monserrat gelaufen und haben uns dort zum Plaza de Mayo durchgeschlagen und uns bei der Gelegenheit den roten Präsidentenpalast angeschaut. Auf dem Platz fand zur gleichen Zeit eine Demonstration statt. Wir konnten allerdings nicht genau ausmachen wofür oder wogegen die Demonstration gerichtet war. Microcentro Buenos AiresVon dort sind wir dann weiter nach Microcentro, dem Börsen- und Geschäftszentrum von Buenos Aires gelaufen. Dort herrschte reger Betrieb, und auf den Gehsteigen ging es nur sehr schleppend voran. In einem Kaffee haben wir das Treiben eine Weile lang beobachtet und sind dann mit dem Bus 111 in Richtung Palermo aufgebrochen.

Busfahren in BsAs ist eine sehr spezielle Angelegenheit und eine tolle Möglichkeit, die Stadt zu entdecken. Der Busfahrplan für die Hosentasche für Porteños oder jene die es werden wollenAls unwissender Tourist sollte man sich unbedingt den Busfahrplan Guia “T” für die Hosentasche besorgen. Ein wertvolles Instrument für den Großstadtdschungel. Ohne diesen Plan ist es so gut wie unmöglich, gezielt durch BsAs zu fahren. Um ihn zu kaufen (4 Pesos), sollte man einfach an verschiedenen Zeitungsständen nachfragen, aber nicht jeder hat diesen im Angebot. Nun heißt es Haltestelle suchen. Hat man sie gefunden sollte man zusehen, dass man noch in den Bus kommt. Gerade am Nachmittag und Abend sind diese oft überfüllt. Manchmal kommen aber gleich mehrere Busse der selben Linie auf einmal. Das Ein- und Aussteigen gestaltet sich recht ruppig, und man sollte zusehen das man schnell zusteigt, da die Busfahrer - noch während Gäste ein- oder aussteigen - bereits wieder anfahren. Bus 111 Richtung Palermo Buenos AiresSo ist es keine Seltenheit, dass Fahrgäste brüllen, dass sie auch noch aus- bzw. einsteigen wollen. Ist man eingestiegen, sagt man dem Fahrer entweder wohin man möchte, also die Station, oder für wieviel Pesos man fahren möchte. Der Preis richtet sich dann nach den gefahrenen Stationen. Für einen Pesos kann man bereits sehr weit fahren und Fahrpreise von mehr als 1 1/2 Pesos haben wir bisher nicht gesehen. Für den Automaten braucht man auf jeden Fall Münzen. Mit Scheinen sollte man erst gar nicht versuchen einzusteigen. Das ganze Bussystem funktioniert nur mit Münzen! Die Münzen schmeißt man dann einfach in den Automaten und erhält so sein Ticket.

Irgendwo in Palermo, wo es interessant aussah, sind wir dann ausgestiegen. Nach kurzem Kartencheck haben wir uns für die Erkundung von Palermo-Soho entschieden, das quasi bereits vor uns lag. Nach ein paar Straßen standen wir plötzlich in der wundersamen Welt von Palermo-Soho. Nike-Shop in Palermo-Soho Buenos AiresHier findet der Buenos Aires Style Ausdruck in einem ganzen Viertel. Hier gibt es so viele stylische Modeläden, Boutiquen, Cafes und Bars, Interior-Geschäfte und Galerien, dass man fast schon überfordert wird. Jedes Geschäft präsentiert sich auf seine ganz spezielle Art und Weise, und so kann man hier wahnsinnig viele schöne große und kleine Dinge entdecken. Man fühlt sich auf Anhieb wohl in diesem Quartier, das so ganz anders ist als die Viertel, die wir bisher gesehen haben. Hier scheint die Welt in Ordnung, und das Leben läuft in ruhigeren und leiseren Tönen ab. Jedenfalls kann man das für die Zeit tagsüber sagen. Eine nächtliche Erkundungstour steht allerdings noch aus.

Bilder aus Palermo-Soho:
Design-Shop in Palermo-Soho Buenos Aires

Schaufenster eines Klamottenladens in Palermo-Soho Buenos Aires

Cafe in Palermo-Soho Buenos Aires

Sommerschlussverkauf in einem Shop in Palermo-Soho Buenos Aires

Schaufensterfront Nike Shop in Palermo-Soho Buenos Aires

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Impressionen einer Stadt

März 15, 2008 · No Comments

Für heute, den 15. März hatten wir uns eine lange Fuß-Tour entlang des Hafens und der Küste vorgenommen. Der Plan war von San Telmo über Retiro, Recoleta nach Palermo zu laufen und dabei links und rechts des Weges die Stadt zu endecken. Das haben wir auch aber wir haben ein wenig die Entfernungen unterschätzt. Von San Telmo sind wir in den Parque Natural y Zone de Reserva Ecologica Costanera Sur gelangt, der wirklich riesig ist. Bei sengender Hitze sind wir zur besten Mittagszeit durch die Sonne und den Park gegangen. Das Resultat ist wohl jedem klar. Der Park ist aber wirklich schön und lädt besonders zum Radfahren und Schlendern ein. Wenn man mittendrin ist kann man von weitem die Skyline von Buenos Aires sehen.

Parque Natural y Zone de Reserva Ecologica Costanera Sur nahe San Telmo

Von dort sind wir zum super-chicen und modernen Hafenviertel Puerto Madero gelaufen und haben da erst mal etwas verschnauft bei Kaffee und Kuchen. Es war inzwischen auch schon 15 Uhr geworden. Dort haben wir eine interessante Endeckung gemacht. An eines der Hafenbecken stehen zwei Kräne aus der ehemaligen DDR. Wie die wohl nach Argentinien kamen?

Kräne aus der ehemaligen DDR in Buenos AiresNahaufnahme DDR-Kran in Buenos AiresAufnahme eines DDR-Krans in Buenos Aires

Von hier an konnten wir unserer Route nicht mehr treu bleiben. Links und rechts gab es soviele interessante Dinge die ad hoc erkundet werden wollten. So sind wir an einem kleinen Laden vorbeigeschlendert der coole Kleinigkeiten zum Kauf anbot. Hier gab es u.a. ziemlich krasse Kalebassen und Bombillas. Krass, weil sie sehr schrill und bunt waren. Mit diesem Zubehör können wir nun unseren Mate-Tee stilecht trinken. :-)

Wenig später haben wir ein Gebäude gefunden wo auffällig viele Jugendliche rein und raus strömten. Einer krasse gestylt wie der nächste. Den Stil würde ich als Punk-Techno-Hiphop-Skaterstyle beschreiben. D.h. viele punkartige Frisuren, Piercings und Tattoos gemischt mit Hiphop- und Streetwearelementen. Sehr spannend. Das Gebäude in das sie wie Pilger zum Schrein strömten war eine Einkaufsmeile wie sie interessanter nicht sein konnte. Überall coole Graffiti und Tags an den Wänden und Klamotten- und Headshops sowie Piercing- und Tattoostudios. Und überall junge Leute die wie Ameisen durch das mehrstöckige Gebäude strömten oder in Gruppen zusammenkamen. Ich habe einen Blog gefunden der einen recht guten Einblick in das Gebäude liefert allerdings ohne Leute. Ich werde die nächsten Tage sicher dahin zurückkehren und das Treiben in der “Galeria Bond Street” fotografieren. Die Gegend rund um dieses Gebäude machte ebenfalls einen sehr spannenden Eindruck. Buenos Aires rockt!!!

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