San Telmo, qué tal?

Heute sind wir den ganzen Tag in San Telmo unterwegs gewesen. Dieser Kiez ist unglaublich liebenswert. Die morbide Pracht der Häuser ist schön anzusehen und dazwischen mischen sich immer mal wieder neue oder sanierte Gebäude. Auf den Straßen gibt’s Kleinkunst an fast jeder Ecke und man trifft auf Einheimische und Touristen aller Altersklassen. Die Mischung stimmt hier einfach! Wir wohnen mitten im Herzen von San Telmo, in der Calle Defensa. Von hier aus sind viele Attraktionen easy zu Fuß zu erreichen. So haben wir erstmal eine Begehung der unmittelbaren Umgebung gemacht. In der Defensa gibt es sehr viele Galerien. Es erinnert ein wenig an die Auguststraße in Berlin nur eben nicht ganz so durchsaniert. Außerdem hat man hier 6 Monate Sommer und der Rest des Jahres ist warm. Alles wirkt hier viel persönlicher und hat unbeschreiblich viel Charme. Nur zwei Blocks weiter ist auch schon das Café Origen, in dem ich mich bei meinem letzten Besuch in Buenos Aires öfter aufgehalten habe.

Cafe Origen in San Telmo Buenos Aires

Den Kaffee hatte ich allerdings viel besser in Erinnerung. An den im Café Bacacay in Montevideo reicht er nicht heran. Aber egal. Es fühlt sich total schön an, wieder hier zu sein, und diesmal die Umgebung bereits zu kennen. Es hat sich nicht so viel verändert. Ein paar neue Läden haben aufgemacht und einige Häuser haben einen neuen Anstrich verpasst bekommen. Streckenweise wird das Abwassersystem in den Straßen erneuert. Die Busse hupen sich aber immer noch ihren Weg frei und knattern fröhlich rußend durch die engen Straßen von San Telmo. Und im Parque Lezama geht man immer noch den eher gemütlichen Tätigkeiten nach und spielt Schach, aalt sich wahlweise im Schatten oder in der Sonne und trifft Freunde.

Schach spielende Männer im Parque Lezama San Telmo in Buenos Aires

Auf der Plaza Dorrego wird noch immer die Nacht zum Tag gemacht und Tango getanzt so lang die Füße tragen. Tagsüber geht es dort eher beschaulich zu und man kann Touristen beobachten oder die vielen angrenzenden Antiquitäten- und Krimskramgeschäfte durchstöbern. Wir beschlossen in der Nacht wiederzukommen und machten einen Abstecher in die Pasaje San Telmo.

Vintage Charme in San Telmo, hier Pasaje Defensa

Auch der alten Markthalle statteten wir einen Besuch ab. An den Obstständen roch es herrlich intensiv nach reifen Pfirsichen. Damit haben wir uns schon in Uruguay den Bauch vollgehauen.

Mercado San Telmo in Buenos Aires

Von dort sind wir weiter in Richtung Plaza de Mayo zur Casa Rosada. Der Platz war übersät mit Tauben und wirkte irgendwie kleiner als ich ihn in Erinnerung hatte. Dort stand noch ein krüppliger Weihnachtsbaum nur aus Draht gemacht und armselig dekoriert. Wer weiß, was es damit auf sich hatte. Der „offizielle“ Weihnachtsbaum der Stadt wird das wohl kaum gewesen sein. Dann liefen wir zum Café Tortoni. Scheinbar sind auch jetzt im Januar, in der heißen Hochsommerphase, sehr viele Touristen in der Stadt. Das Café war sehr voll und wir wurden platziert. Hier stillten wir erstmal unseren Hunger und Durst. Kein Mensch weiß, auf wie vielen Fotos wir dabei verewigt wurden.

Cafe Tortoni in Buenos Aires

Bei untergehender Sonne liefen wir über die Avenida 9 de Julio zum großen Obelisk in der Mitte der größten Straße der Welt. Licht und Schatten erzeugten ein stimmungsvolles Bild und bejubelten die Architektur der Magistrale. Von dort sind wir über die Touristenmeile Avenida Florida zurück in unsere Unterkunft. In der Nacht um halb zwei sind wir dann zur Plaza Dorrego gelaufen und haben eine ganze Weile das quirlige Treiben beobachtet. Hier kann man das Lebensgefühl einer ganzen Stadt studieren. Die Restaurants waren voll und überall wurde noch gegessen. Das ganze Viertel schien auf den Beinen und machte die Straßen voller als am Tage. Das Leben spielt sich hier eher nachts und vorallem draußen ab. Auf der Plaza wurde diesmal Flamenco getanzt. Unglaublich anmutig und schön anzusehen. Man kann das alles nicht mit Worten beschreiben. Am besten, man macht sich selbst ein Bild davon.

Flamenco auf der Plaza Dorrego in San Telmo Buenos Aires

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