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Land unter

Die rumpelnde Apparatur an unserem Fenster, die betagte Klimaanlage, hatte unser Zimmer im Laufe der Nacht auf arktische Temperaturen runter gekühlt. Mitten in der Nacht sind wir durch die Kälte wach geworden und mussten uns mit allen Decken, die wir finden konnten, zudecken. Auf die Klimaanlage hatten wir leider keinen Einfluss. Das Monstrum kühlt nämlich gleich das ganze Hostel und unser Zimmer befand sich ausgerechnet am Beginn der Kühlkette. *bibber* Schöne Scheiße, aber mit den ganzen Decken ging es einigermaßen. Zu allem Übel mussten wir am Morgen feststellen, dass es regnete und der Himmel alles andere als blau war. So hatten wir es nicht besonders eilig, aus dem Bett zu kommen. Gegen Mittag hielt uns dann trotz anhaltender Regenschauer nichts mehr im Hostel und wir beschlossen, den Tag für einen Museumsbesuch im MACRO zu nutzen.

Hintereingang vom MACRo mit Graffiti in Rosario Argentinien

Pfützen-Hopping

In einer Regenpause verließen wir das Haus und machten uns auf die Suche nach einem Café. Das ist in Argentinien keine schwere Aufgabe, Cafés gibt es an jeder Ecke. Kaum, dass wir ein gemütliches Straßencafé gefunden hatten, fing es auch wieder an, stärker zu regnen. Geschützt durch eine Markise konnten wir trotzdem unseren Kaffee ungestört im Freien trinken. Kalt war es durch den Regen ja nicht geworden, nur nass. Als es nur noch leicht nieselte, schlichen wir weiter die Straßen entlang in Richtung des bunten Getreide-Silos, in dem sich das MACRO befindet. Wir waren nur ein paar hundert Meter weiter gekommen, als wir an einer sehr einladenden Bäckerei vorbeikamen. Da die Auslage im Schaufenster einen geradezu anlachte, gingen wir hinein und kauften ein paar Facturas, die wir bisher noch nicht kannten. Aufs Neue hinderte uns der Regen am Weitergehen und so aßen wir den größten Teil des süßen Backwerks direkt vor Ort. Um halbwegs trocken im Museum anzukommen, blieb uns wohl nichts anderes übrig, als es in Etappen zu versuchen.

Sintfluartiger Regen durch Fenster eines Cafés am Boulevard Oroño in Rosario, Argentina

Das nächste Stück, das wir schafften, war kaum länger als das letzte und endete erneut in einem Café. Diesmal meine es der Wettergott wohl ernst. Wir hatten eben zwei Café con Leche bestellt und blätterten in der argentinischen Boulevardpresse, als es anfing wie aus Kübeln zu schütten. Wir beobachteten den Wolkenbruch durch die großen Scheiben des Cafés und freuten uns, dass wir es gerade noch rechtzeitig hierher geschafft hatten. Plötzlich fing es an von der Decke zu tropfen, immer mehr Wasser bahnte sich seinen Weg in den Innenraum des Lokals. Der Wintergarten-ähnliche Anbau war alles andere als dicht und so wechselten wir die Plätze. Der Regen war inzwischen so heftige, dass das Wasser mehr und mehr das Café überflutete. Das Personal versuchte nun eilig mit Wasserschiebern und Eimern dagegen anzukämpfen. Vergebens! Das Wasser drückte inzwischen sogar durch die Spalten unter den Glasschiebetüren.

Überflutetes Café am Boulevard Oroño in Rosario, Argentinien

Schlagartig hörte es auf zu schütten. Die Entspannung beim Personal konnte man regelrecht von deren Gesichtern ablesen. Vor der Tür jedoch war nichts mehr wie es vorher war. Der Boulevard Oroño war nur noch zu erahnen und hatte sich in eine Seenlandschaft verwandelt. Wasser soweit das Auge reichte. Das wollten wir uns aus der Nähe ansehen. Mit festem Schuhwerk hätten wir jetzt echt ein Problem gehabt. Gut aber, dass wir mit „hippen“ Gummischlappen unterwegs waren. Nein, nicht diese hässlichen Croqs! Knöcheltief wateten wir im warmen Wasser weiter unserem Ziel entgegen. Die vorbeiziehenden Autos produzierten Mega-Wasserfontänen beim Durchqueren des neu entstandenen Seengebiets. Wir beobachtet ein älteres Ehepaar, wie es vorsichtig aus einem Taxi stieg und in die Fluten entlassen wurde. Was für ein Spektakel. Die Einwohner machten aber alle samt einen ziemlich gelassenen Eindruck und begegneten der Situation wie Profis. Bei uns wäre diese Art Regen wohl ein Katastrophenfall.

Normale Niederschläge in Argentinien - Boulevard Oroño in Rosario unter Wasser

Taxi in die Flut nach einem heftigen Regen in Rosario, Argentinien

Museo de arte contemporáneo de Rosario

Gegen 15 Uhr erreichten wir einigermaßen trocken unser Ziel. Schon von weiten sahen wir die bunten Silos, in denen das MACRO residiert. Das Museum für zeitgenössische Kunst steht direkt am Ufer des Río Paraná. Dummerweise war es noch geschlossen und würde erst gegen 16 Uhr öffnen. So mussten wir die Zeit überbrücken und sind durch einen kleinen Park flussaufwärts gelaufen. Dort begegneten wir Anglern, die im wässrigen Boden nach Regenwürmern fischten, und natürlich – wie könnte es in Rosario anders sein – einer Gruppe von Joggern. Aus mannshohen Abflussrohren strömte das Wasser aus der Kanalisation in den Río Paraná. Eine Unmenge Zivilisationsmüll, die der Regen von den Straßen gewaschen hatte, trieb nun in seinen Fluten und verfing sich in der Uferböschung. Es dauerte nicht lang bis der Weg zu Ende war und wir zurück gingen. Den Rest der Wartezeit haben wir im Restaurant „Davis“ direkt am MACRO verbracht und sehr lecker gegessen.

Bruschetta, Salat und Pommes im Restaurant "Davis" am MACRo in Rosario, Argentinien

Por favor no tocar las obras – Bitte nicht berühren

Das MACRO würde man sicher nicht in einer Reihe mit dem MoMa, dem Tate Modern oder dem Hamburger Bahnhof nennen, aber verstecken braucht es sich deswegen noch lange nicht. Unkonventionell und originell zeigt es auf zehn Stockwerken ein breites Spektrum an Gegenwartskunst. Am besten man fährt mit dem Fahrstuhl ganz nach oben, genießt eine Weile die tolle Aussicht und arbeitet sich dann nach unten durch. Die Ausstellungsräume sind alle nicht sehr groß, sodass ein Rundgang nicht sehr viel Zeit in Anspruch nimmt. Im 7. Stock gab es eine interessante Audioinstallation namens „Nocturno“ von Diana Schufer. Der größte Raum des ganzen Gebäudes war komplett verdunkelt und von der Decke hingen spärlich beleuchtete Lautsprecher aus denen Stimmen zu hören waren. Ein Weg führte ans Ende des Raumes entlang der verstreut angebrachten, kleinen Lautsprecher, aus denen aufgezeichnete Stadtgespräche aus Buenos Aires tönten. Durch die Dunkelheit wurde der Fokus fast vollständig auf das Gehör gelenkt. Die Idee fanden wir beide ziemlich gut, aber leider scheiterten wir an der Installation auf Grund unserer mangelhaften Spanischkenntnisse.

Besucherinnen im Museum für Gegenwartskunst MACRO in Rosario, Argentinien

Besucherinnen betrachten eine Videoinstallation im MACRo in Rosario, Argentina

Zwei Stockwerke tiefer wurde der Ausstellungsraum in eine Camera obscura umfunktioniert. In der Außenwand des selbstverständlich abgedunkelten Raumes befand sich ein winziges Loch. Die gebündelten Lichtstrahlen zeichneten den Río Paraná samt Inseln auf die gegenüberliegende weiße Wand. Die kopfüberstehende Abbildung war quasi eine Live-Sendung des Geschehens auf dem Fluss. Simple und genial! In den folgenden Stockwerken gab es weitere Installationen und die erst seit Banksy anerkannte Gattung der Street-Art zu sehen. Die Werke erinnerten mich sehr an das, was ich in der kleinen Galerie im „Hollywood in Cambodia“ im Stadtteil Palermo in Baires gesehen habe. Das MACRO ist auch ein Ort zum Anfassen und Mitmachen. Es scheint dort öfters lustige Happenings zu geben, bei denen jedermann „Kunst machen“ kann. Die Werke der letzten Aktion, nämlich mit bunter Farbe punkig beschmierte T-Shirts, gab es dann auch gleich im hauseigenen Design-Shop zu kaufen.

Angeln am Ufer des Río Paraná in Rosario, Argentinien

Wer mal eine virtuelle Tour durch die Gegend rund ums MACRO machen will kann hier klicken, dort findet man auch viele weitere 3D Touren durch Rosario.

Runde durch Rosario

Das Wetter hatte sich mittlerweile stabilisiert und dem Regen war für heute endgültig die Puste ausgegangen. Auf dem Rückweg machten wir einen Rundgang durch die Parks flussabwärts. Am Zentralbahnhof „Rosario Central“ dachten wir für einen Augenblick, dass wir den Hauptbahnhof gefunden hätten. Wir spielten nämlich mit dem Gedanken, den Zug zurück nach Buenos Aires zu nehmen. Dieser Irrtum klärte sich aber relativ schnell durch den Graswuchs zwischen den Schienen und die fehlenden Reisenden auf. Die Anlage dient heute als Gemeindehalle für Kunst und Kultur. So zogen wir ohne Zuginformationen weiter zum Parque España. Die Treppen vor der Plaza dienten den zahlreichen Joggern als Kraft- und Konditionsprobe. Durch die unter Wasser stehenden Wiesen liefen wir weiter zu den alten Lagerhallen, in denen sich die „Escuela de artes urbanas“ befindet. Dort konnten wir Artisten beim Kopfstandüben zusehen. Schließlich kamen wir wieder am Monumento a la Bandera an. Das gleichnamige Museum war für heute schon geschlossen, so dass wir langsam zurück zum Hostel gingen. In der Fußgängerzone feierten wir das Ende des Regens mit einer Portion Eis und besuchten ein wunderschönes, altes Kaufhaus aus dem 19. Jahrhundert, das derzeit zur chilenischen Kaufhauskette „Falabella“ gehört. Der Innenraum des Kaufhauses sah aus, als wäre die Zeit stehen geblieben.

Galería Falabella in der Fussgängerzone Avenida Cordoba in Rosario, Argentinien

Decke der Galería Falabella in der Fussgangerzone Avenida Cordoba in Rosario, Argentinien

Nach Mitternacht machten wir uns erneut auf die Pirsch durch die Stadt. Wir wollten uns mal das Nachleben anschauen. Im Hostel hatten sie uns dafür die Avenida Pellegrini empfohlen. Wenn was geht, dann da. Dienstag ist aber nicht der beste Tag, um auszugehen. Außerdem sind Semesterferien und den meisten Rosarinos wird es heute zu frisch draußen sein. So liefen wir durch ein fast ausgestorbenes Rosario bis wir endlich die Straße erreichten. Da war auch tatsächlich noch was los. Links und rechts der großen Straße waren etliche Bars und Restaurants geöffnet. Voll war es aber nirgend so richtig, außer in den ungefähr 1000 Eisdielen. Die sind echt toll, aber nicht das, was wir uns unter Nachtleben vorgestellt hatten. Auf dem Rückweg sind wir nochmal am Denkmal der Staatsflagge vorbei und haben ein paar Nachtaufnahmen gemacht. Nachts wird das Wahrzeichen in den argentinischen Nationalfarben weiß und blau angestrahlt.

Nacht über dem Propileo des Monumento a la Bandera in Rosario in Argentinien

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Durch den Monsun

Ein heftiges Gewitter riss uns in den frühen Morgenstunden aus den Träumen. Es blitzte und donnerte. Der Regen war so stark, dass er auf dem Flachdach unseres Zimmers einen höllischen Lärm machte. Da wir so etwas in der Form noch nicht erlebt hatten, beschlossen wir trotz der Müdigkeit, uns den Wolkenbruch draußen anzusehen. Es muss noch sehr früh am Morgen gewesen sein, denn es war noch nicht ganz hell. Die Regentropfen waren so groß wie kleine Elefanten. Das Wasser wurde von der Kanalisation nicht mehr aufgenommen und schoss in wahren Sturzbächen die abschüssigen Straßen von Puerto Iguazú herunter. Es hatte sich auch merklich abgekühlt, aber kalt war es deswegen trotzdem nicht. Da wir noch sehr müde waren, konnte uns das Schauspiel nicht lange fesseln, und wir legten uns wieder hin und schliefen trotz des Trommelkonzerts auf dem Dach wieder ein. Irgendwie hatte der monsunartige Regen auch was Beruhigendes, Monotones.

Früüühstück…

Gegen 11 Uhr sind wir dann aus unserem Koma erwacht und mussten feststellen, dass der Regen kaum nachgelassen hatte. Trotzdem musste einer von uns nach draußen, um Frühstück zu besorgen. Der Regen ließ zwar manchmal ein wenig nach, aber nur, um dann kurz darauf umso stärker wieder loszulegen. So kam die Suche nach etwas Essbarem einem Vollbad gleich. Die zwei heißen Kaffees und diversen Facturas (Süße Teilchen) überlebten den Transport aber schadlos. Der Regen war genau so, wie man ihn sich im Dschungel vorstellt: Warm und heftig. Man könnte mit Shampoo und Seife bewaffnet auf die Straße gehen und duschen.

Wetterkarte der Unwettersituation in der Region Misiones in Argentinien

Plan B

Bis zum frühen Nachmittag hatten wir noch gehofft, dass es aufhören würde. Als es gegen 14 Uhr immer noch aus Eimern schüttete, gaben wir unsere Pläne, in den Nationalpark zu fahren, für heute endgültig auf. Wir haben uns daraufhin verschiedene Wetterprognosen im Internet angeschaut. Alle waren gleich entmutigend: Dauerregen für die nächsten Tage! Der Typ an der Rezeption des Hostels meinte allerdings, dass man sich hier auf die Prognosen nicht verlassen kann. Er sagte, dass bereits für die letzten fünf Tage Dauerregen vorhergesagt war, aber es erst heute anfing zu regnen. Zum Teufel mit den ganzen Prognosen, aber einen Plan B brauchen wir trotzdem! Falls es weiter so regnen sollte, würden unsere Iguazú-Pläne buchstäblich ins Wasser fallen. Also haben wir uns mit möglichen Alternativen beschäftigt. Zurück nach Buenos Aires zu fahren war keine Option. Bariloche war von hier einfach viel zu weit entfernt, denn dorthin wären wir zwei volle Tage im Bus unterwegs. Asunción, die Hauptstadt von Paraguay, wäre zwar leicht zu erreichen, aber die Wettervorhersage war genau die gleiche wie die für Puerto Iguazú. Was ist mit Brasilien? Schließlich befinden wir uns hier in einem Dreiländereck. São Paulo liegt in Reichweite und Interesse an der Megacity hatten wir beide. Im Internet hatten wir drei Busunternehmen und eine Fahrzeit von 14 Stunden recherchiert. Das ist absolut machbar. Und auf dem Rückweg würden wir dann hier nochmal unser Glück versuchen. Klingt gut!

Es war inzwischen schon 19 Uhr und hatte aufgehört zu regnen. Also haben wir uns am Busterminal um Tickets bemüht. Vom Busterminal in Puerto Iguazú fährt allerdings nur eine einzige Gesellschaft nach São Paulo, nämlich Crucero del Norte. Die anderen beiden Gesellschaften Pluma und Expresso Kaiowa fahren auf der brasilianischen Seite in Foz do Iguaçu ab. Bei Crucero del Norte gab es noch zwei Plätze, die jedoch im Bus verstreut lagen. Nachteil zwei war, dass wir zu einer unmöglichen Zeit in São Paulo ankommen würden, nämlich um 6 Uhr morgens. Nachteil drei, wir hätten alles in cash bezahlen müssen. Hier läuft alles über Bargeld! Das Hostel war schließlich auch noch nicht bezahlt und auch die wollen efectivo. Selbst im Nationalpark ist nur Bares Wahres. Wir haben zwar mittlerweise rausbekommen, das wir mehrfach pro Tag 300 Peso abheben können. Pro Transaktion sind dann aber gut 5 Euro fällig. Das größere Problem ist jedoch, dass man dann mit soviel Bargeld rumrennt. Die zweite Gesellschaft, Pluma, fährt zwar von der brasilianischen Seite, hatte aber wenigstens ein Verkaufsbüro in Puerto Iguazú, so dass wir für die simple Buchung nicht gleich nach Brasilien einreisen müssen. Die Tickets konnte man hier sogar mit Karte bezahlen. Pluma hatte aber für Sonntag auch nur noch Plätze mit einer sehr frühen Ankunft. Der Bus, der um 10 Uhr ankommt, hatte erst ab Montag wieder freie Plätze. Hinzu kam, dass wir dafür einen Termin am Donnerstag in Buenos Aires hätten verschieben müssen. Die ganze Aktion würde sich sonst nicht lohnen. Für eine simple Ticketanfrage bei Kaiowa hätten wir uns eine ca. 1,5-2 stündige Einreiseprozedur nach Brasilien aufgehalst. Da uns das alles zu umständlich erschien, haben wir die São Paulo Pläne wieder aufgegeben. So haben wir kurzerhand beschlossen, morgen nach Rosario zu fahren, sollte das schlechte Wetter anhalten. Dorthin gibt es täglich genügend Busse und Plätze.

Hafen von Puerto Iguazú in Argentinien

Dreiländereck

Da wir heute nicht mehr soviel anstellen konnten, blieb nur noch übrig, das Örtchen Puerto Iguazú zu entdecken. Als erstes sind wir zum Puerto, dem Hafen. Dort ist nicht viel los, eigentlich ist der Begriff Hafen schon zu hochgegriffen. Es ist nicht viel mehr als eine Anlagestelle, allerdings mit regelmäßiger Fährverbindung nach Foz do Iguaçu und Ciudad del Este. Der Hafen liegt deutlich unterhalb der Stadt. Auf den Straßen dorthin strömte noch immer das Wasser in Bächen in den Río Iguazú.

Blick auf den Río Iguazú vom Hafen in Puerto Iguazú in Argentinien

Plötzlich füllte sich eine Art Aussichtsplattform etwas oberhalb des Anlegers und aus allen Richtungen kamen Menschen. Dies ist wohl der Platz, um den Sonnenuntergang zu beobachten. Wir sind aber weiter zum Dreiländereck, dem „Hito Tres Fronteras“ gelaufen. Hier begegnen sich, getrennt durch die Flüsse Iguazú und Paraná, die drei Länder Argentinien, Paraguay und Brasilien. Eine Art Obelisk in weiß und blau symbolisiert den Grenzstein auf argentinischer Seite. Als wir ankamen, war es schon dunkel und wir konnten die Lichter der drei Grenzstädte sehen. Richtige Städte sind eigentlich nur das brasilianische Foz do Iguaçu und Ciudad del Este, die am schnellsten wachsende Stadt Paraguays. Puerto Iguazú ist nicht mehr als ein größeres Dorf, aber gar nicht unsympathisch. Dort haben wir etwas mit Nachtaufnahmen experimentiert und über Belichtungszeiten gesprochen.

Blick auf Ciudad del Este in Paraguay und rechts daneben Foz do Iguaçu in Brasilien vom Hito Tres Fronteras in Puerto Iguazú in Argentinien

Eine Argentinierin aus BsAs hat das Treiben mitbekommen und uns in makellosem Deutsch angesprochen. Wir haben uns noch ein wenig mit ihr unterhalten, bis wir schließlich weitergezogen sind. Auf dem Weg zurück in die Stadt haben wir an einem Kiosk ein paar schöne Postkarten gekauft. Der Kioskbetreiber teilte uns bei der Gelegenheit gleich noch mit, dass Schalke 04 momentan auf dem 7. Tabellenplatz rangiert. Da war er offenbar besser informiert als wir. Zurück im Hostel haben wir uns nach Restaurants mit bargeldloser Zahlung erkundigt. Die beiden Typen vom Empfang übertrafen sich gegenseitig mit ihren Empfehlungen. Sehr gut gegessen haben wir letztlich in dem italienischen Restaurant „Il Fratello„.

In der Hoffnung, dass morgen die Sonne wieder scheint sind wir danach ins Bett gefallen.

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Oh rainy day

Wenn Faulheit weh tun würde, dann hätten wir uns heute vor Schmerzen krümmen müssen. Bereits als wir wach wurden, regnete es in Strömen, der Himmel hing voller Wolken und die Straßen waren wie leergefegt. So haben wir beschlossen, den Tag in der Wohnung zuverbringen. Es war zwar recht mild, aber nach draußen zog es uns trotzdem nicht. Schon die letzten Tage sah es immer mal wieder nach Regen und Gewitter aus. Aber außer dem kurzen Intermezzo in La Boca, blieb es die ganze Zeit trocken. Dafür hat es heute so richtig geschüttet. In einer der kurzen Regenpausen sind wir mal raus zur nächsten Bäckerei und haben uns mit Medialunas eingedeckt. Kaum waren wir wieder zu Hause, begann der Regen aufs Neue. Der Tag kam eigentlich wie gerufen und wir nutzen ihn zum Entspannen, Lesen und Surfen. Erst kurz vor Sonnenuntergang, also ca. um 20 Uhr, riss der Himmel dann doch noch mal auf. Das Licht am Abend ist einfach wunderschön. Die ganze Stadt scheint wie angemalt.

Gefunden in San Telmo, Buenos Aires

Gegen 23 Uhr sind wir hungrig auf die Suche nach Nahrung gegangen. Nur von Medialunas kann man schließlich nicht leben. In San Telmo gibt es unzählige Restaurants aber die meisten sind sehr touristisch, besonders um die Plaza Dorrego. Also sind wir abseits davon durch die Straßen gezogen. In der Perú hat uns dann das „Las Mazorcas“ auf Anhieb angesprochen und nur wenige Augenblicke später saßen wir in bequemen Polsterstühlen. Die Kellnerin war total cool und das Essen absolut lecker. Leider gibt es keine Internetadresse zum Verlinken, aber wer es sucht, findet das „Las Mazorcas“ in der Calle Peru 1024. Die Küche ist einheimisch (Cocina Porteña), angeboten wird Frühstück, Mittag- und Abendessen.

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Argentinien: Eine Wirtschaftsdiktatur unter vielen

Nach unserem Uruguay Abenteuer hieß es heute lange ausschlafen. Und auch danach hatten wir es nicht besonders eilig. Es war auch nichts Konkretes geplant. Wir wollten aber auf jeden Fall einen guten Kaffee im Café Origen trinken und dann gegen später mal das berühmte Traditions-Café „Tortoni“ in der Av. de Mayo besuchen.

Bereits gestern hatten wir auch mal wieder Wäsche gemacht, aber irgendwie hatten wir wohl die Waschmaschine zu voll gemacht, so dass sie bis heute Morgen immer noch nicht fertig war. Also heute alles noch mal von vorn aber mit weniger Ladung. Die Maschine ist ohnehin der Hammer. Weiße Wäsche waschen wir damit lieber nicht mehr, da sie schmutziger rauskam als wie sie reingetan hatten. Scheinbar rostet da irgendwas im inneren, aber die WaMa steht ja auch im Freien. Geschützt wird sie nur durch ein kleines Dach. Für schwarze Wäsche tut sie auf jeden Fall ihren Dienst, und davon haben wir ja beide genug. 😉

Gemeinschaftswaschmaschine im Casa Perú in Buenos Aires

Café Origen in San Telmo

Gegen halb 2 sind wir dann mal ins Origen gezogen um einen Kaffee zu trinken. Der Kaffee dort ist wirklich gut trinkbar und der Besuch in diesem Kaffee ist inzwischen fast schon sowas wie ein tägliches Ritual geworden. Dort haben uns zwei Touristinnen einen Platz an ihrem Tisch angeboten, und es stellte sich nur Augenblicke später heraus, dass es auch Deutsche waren.

Eckcafé \

Nach kurzer Zeit sind wir dann intensiver ins Gespräch gekommen und haben uns über Argentinien und Buenos Aires unterhalten. Das eine Mädchen ist für 5 Wochen hier und hat bereits 2 Wochen hinter sich, und das andere Mädchen macht irgendwo in der Provinz von Argentinien ein unbezahltes Volontariat, vermittelt durch eine deutsche Agentur, und ist schon seit 9 Monaten hier. Sie war aber bisher erst gute 2 Wochen mit Unterbrechung in Buenos Aires unterwegs. Das erste Mädchen fand BsAs schrecklich und möchte am liebsten gestern als morgen zurück nach Deutschland. Die Stadt war ihr einfach zu urban und einfach viel zu laut und dreckig. Sie mochte auch Berlin nicht und hatte scheinbar eine Großstadtaversion. Sie machte auch keinen Hehl daraus, dass sie wohl eher der „Dorftyp“ sei und persönliche Beziehungen zu allen Bewohnern dem Leben in einer Metropole vorziehe. Live and let live, oder?

Das andere Mädchen war schon etwas entspannter, was Buenos Aires anging, auch wenn sie sich noch nicht so ganz wohl fühlte. Ich denke das Leben in der argentinischen Provinz ist auch nicht so einfach, vor allem wenn man so jung und so weit ganz alleine reist. Irgendwann verabschiedeten sich beide von uns, weil die eine nach Rosario musste, während die andere noch ein Busticket in die Provinz kaufen wollte. Wir sind geblieben und haben dem süßen Nichtstun gefrönt.

Vorm Café Origen in San Telmo Buenos Aires

Das Café ist ein toller Ort, um einfach stundenlang zu lesen, am Rechner zu arbeiten oder um Leute zu beobachten. Nach gut einer Stunde lief das eine Mädchen wieder am Café vorbei und sah uns immer noch da sitzen. Sie hatte sich ihr Ticket bereits besorgt und suchte nach Zerstreuung und fragte, ob sie sich zu uns setzen dürfe. Wir willigten ein und hatten so Zeit, das Gespräch von vorhin fortzusetzen. Ich finde es immer total spannend, zu hören, wie andere die Stadt wahrnehmen, oder was sie so generell in Argentinien erleben. Irgendwann fragte Charlotte aus Stuttgart, was wir denn noch so vor haben und ob sie sich vielleicht anschließen könne. Natürlich hatten wir nichts dagegen und sind dann gegen 15 Uhr in Richtung „Grand Café Tortoni“ aufgebrochen.

Gekaufte Demo für Kirchner-Kurs?

Auf dem Weg dorthin sind wir mal wieder in eine Demonstration geraten. Heute aber mit super vielen Menschen, ganz vielen bunten Fahnen und den unterschiedlichsten Gruppierungen. Sogar die Schuhmachergewerkschaft war auf den Beinen. Ich find es spannend, was es hier alles für kuriose Vereinigungen gibt!

Lautstarke Demonstration in Buenos Aires Argentinien

Demonstration zieht lautstark in Richtung Plaza de Mayo in Buenos Aires

Worum es genau ging, wissen wir nicht, aber es war eindeutig eine Pro-Kirchner Demonstration. Man munkelte, dass die Demo teilweise gekauft und generalstabsmässig durchorganisiert wurde, um für den Regierungskurs der Cristina Fernández de Kirchner mobil zu machen. Wer es vergessen hat: Zurzeit blockiert die mächtige Bauerngewerkschaft und diverse andere Gruppen unbefristet die Zufahrten zur Stadt und bringen damit die Versorgung der Stadt durcheinander. Das kann noch lustig werden.

Politscher Diskurs im Café Tortoni

Durch Charlotte konnten wir auch ein bisschen tiefer in das politische System Argentiniens schauen, da ihre Gastmutter wohl eine sehr politische Person sei, und sie viel von ihr erzählt bekomme. Sie gab zu, dass diese Sicht sehr subjektiv sei, sie aber doch einen ganz guten Indikator für die Stimmung im Land abgibt. Viele Argentinier sind Anarchisten und so gilt es stets zu prüfen, wer einem was und aus welchem Grund erzählt.

Carlos Gardel – Mi Buenos Aires Querido (Mein geliebtes Buenos Aires)

Grand Café Tortoni in der Av. de Mayo Buenos Aires Argentinien

So erfuhren wir, dass es in Argentinien eine Wahlpflicht gibt, d.h. wer nicht zu einer Wahl geht, müsse Sanktionen fürchten, sei es bei der Jobsuche oder bei Behördengängen etc. Da es aber doch sehr viele Wahlverweigerer gibt, hat die Androhung nur geringe Auswirkungen auf das Leben der Nichtwähler. Wir erfuhren auch, dass viele Argentinier denken, dass die Wahl der Cristina Fernández de Kirchner getürkt gewesen sei, da es in einigen Provinzen zu „Unregelmäßigkeiten“ kam. So waren z.B. einfach keine Wahlzettel der alternativen Kandidaten verfügbar oder Leuten, die wählen gehen wollten, gesagt bekamen, sie hätten bereits abgestimmt etc.

Eingangsbereich des Cafés Tortoni in Buenos Aires Argentinien

Interessant war auch die Geschichte vom Streit Néstor de Kirchners (Er ist der Ehemann von Cristina und war vor ihr Präsident Argentiniens.) mit dem damaligen Wirtschaftsminister Roberto Lavagna, der noch zur seiner Amtszeit tobte. Auf dem Höhepunkt des Streits, der massiv in allen Medien und Boulevardblättern geführt wurde, verabschiedete sich der Wirtschaftsminister mit allem Tamtam aus der Regierung, mit der Ankündigung selbst als Kandidat für die anstehende Wahl anzutreten.

Barbereich des Cafés Tortoni in Buenos Aires Argentinien

Man munkelt auch hier, dass dies alles nur politisches Theater gewesen sei, um der zweiten, sehr beliebten und aussichtsreichen Kandidatin Elisa Carrió, neben Cristina Fernández de Kirchner, das Wasser abzugraben. Viele, die gegen die Kirchners waren, würden so Lavagna wählen. Diese Strategie ist auch voll aufgegangen, und nachdem Cristina die Wahl gewonnen hatte, waren der Wirtschaftsminister und die Kirchners plötzlich wieder die allerbesten Freunde.

Details im Café Tortoni in Buenos Aires Argentinien

Bemerkenswert finde ich auch, dass viele Argentinier ihr politisches System als Wirtschaftsdiktatur definieren. Ich würde es auch so bezeichnen, nach allem was ich bereits vorher über das Land wusste. Leider zeichnet sich dieser Trend nicht nur in Argentinien ab. Auch in Europa kann man diese Tendenzen spüren, wenn man für diese Thematik Sensoren hat. Viele wollen das allerdings (noch) nicht wahrnehmen und tun dies als Unfug ab. Wie auch immer, die Unterhaltung führte zu überraschenden Erkenntnissen, mit denen ich heute so nicht gerechnet hatte.

Café Tortini in Buenos Aires Argentinien

Gegen halb 6 hat sich Charlotte dann endgültig von uns verabschiedet und ist zu ihrem Bus gelaufen, während wir die sich auflösende Demo beobachteten und weiter die Av. de Mayo hinauf schlenderten. Es sah auch die ganze Zeit schon so nach Regen aus, sodass es wahrscheinlich eine gute Idee war, sich in einem weiteren Restaurant mit WiFi zu verkrümeln. Nur kurze Zeit nach diesen Gedanken regnete es auch schon in der typischen Buenos Aires Manier: Heftig und aus allen Himmelsöffnungen. Wir beobachteten das Schauspiel durch ein Restaurantschaufenster.

Heftiger Regen an einer Kreuzung in Buenos Aires

Regenschauerszene an einer Kreuzung in Buenos Aires

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Karfreitag in Buenos Aires

Nachdem wir heute Morgen die WaMa bestückt hatten sind wir erstmal frühstücken gegangen. Ganz argentinisch. Dazu gehört ein Kaffee (in unserem Fall Cappuccino Italiano) und Medialunas (wir hatten 5 davon). Medialunas sind kleine Croissant-Halbmonde. Die heute waren besonders gut, da sie so schön klietschig waren, und auch der Kaffee war eine Freude. Auch in BsAs war heute Karfreitag. Allerdings merkt man das kaum. Es war ein fast ganz normaler Tag.

In der Subte Buenos Aires an einem Karfreitag

Es läuft nur alles ein wenig ruhiger ab als sonst. Besonders merkt man das am Verkehr und an einigen geschlossenen Geschäften. Unser Supermarkt gleich hier um die Ecke hatte ganz normal geöffnet. Letztes Jahr zu Ostern in Madrid ging bereits ab Gründonnerstag nichts mehr. Die Stadt war wie ausgestorben und nur ein paar Touristen irrten durch die fast leere City, auf der Suche nach einem geöffnetem Restaurant oder ähnlichem. Hier ist das zum Glück nicht so. Wir waren ab Nachmittag ein wenig in der Gegend rund um die Av. Santa Fe und Cordoba unterwegs, und da hatten viele Geschäfte ganz normal offen. Von Ostern ist hier nicht so viel zu spüren. Eigentlich wollten wir heute in Palermo eine Grafitti-Ausstellung in einer Garage besuchen und danach das Quartier weiter erkunden. Palermo ist übrigens das größte Barrio der insgesamt 48 Stadtteile von BsAs. Bis wir das alles erkundet haben, wird wohl noch ein wenig Wasser den Puerto de la Plata herunterfließen.

Ein Unwetter zieht auf

Für heute hatte das Wetter allerdings andere Pläne für uns. Nachdem wir es uns in einem Restaurant in der Av. Las Heras gemütlich gemacht hatten, zog unbemerkt ein Unwetter auf. Wir haben das zuerst nur im Fernseher des Restaurants gesehen und uns nicht viel dabei gedacht. Das Fernsehprogramm wurde extra dafür unterbrochen. Doch bereits nach kurzer Zeit sahen wir auch schon die pechschwarzen Wolken über uns hereinbrechen. Das ging sehr schnell. Plötzlich kam starker, böiger Wind auf und nur wenig später goss es aus allen Kübeln. Zum Glück waren wir drinnen. Die Temperatur fiel schlagartig von 30 Grad auf 25 Grad und innerhalb einer Stunde sank sie weiter auf 19 Grad. Man konnte das Geschehen live im Fernsehen verfolgen. Der einfache Blick durch die Fensterscheibe des Cafés war allerdings realer (siehe unten). Der März ist der feuchteste Monat im Jahr, heißt es. Für den heutigen Tag können wir das bestätigen. Bis jetzt hat es noch nicht aufgehört zu regnen. Morgen wird die Sache wieder anders aussehen. Der Sommer bleibt uns also erhalten.

Heraufziehendes Unwetter Buenos Aires

Live Unwetter im argentinischem TV Buenos Aires

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Das MALBA, Palermo und der Regen

Nass sind wir geworden auf den letzten paar Metern vom Bus zum Haus. Schon während der Busfahrt fing es heftig an zu regnen, so dass die Scheiben im Bus im Nu beschlagen waren. Heute war die Luftfeuchte im Vergleich zu den anderen Tagen extrem hoch, und zum Abend hin wurde es dann auch noch drückend schwül, so dass ein Gewitter wohl die logische Konsequenz war. Also, wenn es hier regnet, dann regnet es richtig. Die Straßen sind dann schlagartig frei von Fußgängern und der Colectivo noch voller als sonst. Gewitter in Buenos Aires ist ein echtes Spektakel. Schon nach wenigen Minuten schwollen links und rechts der Straßen die Wassermaßen zu kleinen Bächen an, und aus Schlaglöchern wurden plötzlich kleine Seen. Nach ca. 30 Minuten war alles wieder vorbei, und der Regen brachte eine wohltuende Abkühlung mit sich.

Foto wurde aus einem Colectivo aufgenommen

Der Tag an sich verlief sehr schön. Wir waren erst in Palermo Viejo einen unbekannten Bekannten besuchen und haben uns dann bei der Gelegenheit dessen schöne Wohnung angesehen und uns ein paar BsAs Tipps geben lassen. Von dort sind wir zu Fuß ins Museo de Arte Latinoamericano de Buenos Aires in der Av. Figueroa Alcorta 3415 (http://www.malba.org.ar) gelaufen. Von San Telmo fährt übrigens der Bus 130 direkt bis vor die Türe. Der elegante Neubau beherbergt eine recht interessante Sammlung zu moderner lateinamerikanischer Kunst. Die Sammlung umfasst z.B. Arbeiten von Antonio Berni, Fernando Botero, Martha Boto oder Julio De Para, um nur einige zu nennen. Allein das Gebäude (Innen wie Außen) ist bereits sehenswert, schon wenn man ein wenig für Architektur übrig hat. Der Eintritt ist mittwochs übrigens immer frei und das Museum hat von 12:00 bis 21:00 Uhr geöffnet. Von Donnerstag bis Montag und an Feiertagen ist bis 20:00 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt dann 14 Pesos. Dienstag ist das Museum geschlossen. Für Argentinien- und Kunstinteressierte ist ein Besuch des Museums empfehlenswert.

Das MALBA in Buenos Aires

Das MALBA in Buenos Aires

Bereits gestern haben wir im Centro Cultural Recoleta (http://www.centroculturalrecoleta.org) verschiedene Ausstellungen gesehen. U.a. eine Fotoausstellung von Adriana Lestido. Die Fotoausstellung von Gustavo Miguel Germano hat uns am besten gefallen. Dieser hat Szenen aus alten (Familien-)Fotos an den Originalschauplätzen mit den damals abgebildeten Personen nachgestellt, sofern das noch möglich war. Dabei sind teilweise sehr melancholische Aufnahmen entstanden. Sehr sehenswert. Bei allen Ausstellungen waren jeweils die Künstler anwesend.

Gustavo Miguel Germano im Centro Cultural Recoleta Buenos Aires

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